Gesundheit

Essener Krupp-Krankenhaus schließt Kreißsaal für zehn Tage

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Schwangere können vom 9. bis 18. April nicht im Alfried-Krupp-Krankenhaus in Essen-Rüttenscheid entbinden.

Schwangere können vom 9. bis 18. April nicht im Alfried-Krupp-Krankenhaus in Essen-Rüttenscheid entbinden.

Foto: Kerstin Kokoska / FUNKE Foto Services

Essen-Rüttenscheid.  Das Alfried-Krupp-Krankenhaus in Essen-Rüttenscheid muss seinen Kreißsaal vom 9. bis 18. April schließen. Grund sind Personalausfälle.

Wegen Personalmangels bleibt der Kreißsaal des Alfried-Krupp-Krankenhauses in Rüttenscheid von Samstag, 9. April, bis einschließlich Montag, 18. April, geschlossen. Das bestätigte Krankenhaus-Sprecherin Hille Ahuis gegenüber unserer Redaktion. Vor allem Ärzte fielen in diesem Zeitraum aus verschiedenen Gründen aus, sodass der Betrieb des Kreißsaals nicht aufrechterhalten werden könne.

Werdende Mütter, deren Entbindungstermin in diesen Zeitraum fällt, sind vom Krankenhaus benachrichtigt worden. Sie mussten sich daraufhin eine andere Option suchen. Eine dieser Mütter ist eine 32-Jährige aus Schönebeck, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen möchte. „Mein Termin wäre Mitte nächster Woche gewesen“, berichtet sie. Sie habe sich bewusst für das Krupp-Krankenhaus entschieden, weil es ihr von Freunden, ihrer Hebamme und ihrer Gynäkologin empfohlen worden sei.

Essener Schwangere: Kreißsaal-Absage war „emotional sehr belastend“

„Ich wollte lieber in ein kleines Krankenhaus, wo mehr auf jede einzelne Frau eingegangen werden kann. Außerdem gilt das Krupp-Krankenhaus als stillfreundlich“, sagt die Schwangere. Die Nachricht, dass sie nun nicht dort entbinden kann, sei im ersten Moment „emotional sehr belastend, sehr niederschmetternd“ gewesen.

Krankenhaus-Sprecherin Ahuis kann die Enttäuschung verstehen, betont aber, dass das Vorgehen ganz normal sei – auch wenn eine so lange Schließung bisher nur einmal während Renovierungsarbeiten vorgekommen sei. Tatsächlich mussten Kliniken in Essen in der Vergangenheit immer wieder wegen Personalmangels vorübergehend ihre Kreißsäle schließen und Schwangere abweisen. „Es ist allerdings üblich, dass werdende Mütter sich in mehreren Krankenhäusern vorstellen und so mehrere Optionen haben“, so Ahuis. „Zum Glück gibt es genug Kreißsäle in der Umgebung.“

Werdende Mutter aus Essen entschied sich für Entbindung in Bochum

Die 32-jährige werdende Mutter hat sich derweil entschieden, ihr Kind in den Augusta-Kliniken in Bochum – in einem auch eher kleineren Kreißsaal – zu entbinden. Auch, falls es doch vor oder nach der geplanten Schließung des Krupp-Krankenhauses kommen sollte. „Das hat zum Glück problemlos geklappt“, sagt sie. Allerdings hoffe sie, das sich ihr Baby bestenfalls nachts auf den Weg mache. „Wir müssen ja jetzt über die A40 zum Kreißsaal.“

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