Corona-Krise

Essener Kirchen starten lebendigen Adventskalender

Die Kirche St. Antonius Abbas in Essen-Schönebeck.

Die Kirche St. Antonius Abbas in Essen-Schönebeck.

Foto: Kerstin Kokoska / FUNKE Foto Services

Essen-Bedingrade/Schönebeck.  Die Essener Kirchen wollen nicht vor der Corona-Pandemie kapitulieren. Ihre kreative Idee für die Weihnachtstage: Ein lebendiger Adventskalender.

Es gibt sie gefüllt mit Schokolade, kleinen Geschenken oder Spielzeug, selbst gebastelt oder gekauft: Adventskalender sind bei Klein und Groß beliebt und gehören zur Weihnachtszeit wie der Tannenbaum. Mit jedem geöffneten Türchen rückt der Heilige Abend näher und steigt damit – vor allem bei Kindern – die Vorfreude auf die Bescherung.

Dass das Weihnachtsfest in diesem Corona-Jahr anders ausfallen wird als sonst, viele Routinen und Traditionen nicht in gewohnter Form stattfinden können, ist inzwischen allen klar. Auch die Pläne der katholische Gemeinden St. Antonius Abbas, St. Franziskus und der evangelischen Kirchengemeinde Essen-Bedingrade-Schönebeck wurden durchkreuzt.

Essener Kirchen wollen nicht vor Pandemie kapitulieren

Sonst traf man sich in Gärten, Garagen oder Wohnzimmern zu Glühwein und Keksen, um gemeinsam zu singen. 2020 undenkbar. Doch die Gemeindemitglieder wollten nicht vor der „Pandemie kapitulieren“, wie sie sagen und entwickelten kurzerhand einen ökumenischen lebendigen Adventskalender . „Wir wollten in der Krise ein Zeichen setzen und zeigen: Wir sind da“, sagt Hans-Dieter Wollenberg von St. Antonius Abbas.

Und so geht es: Die Familien, Büchereien, Geschäfte oder Kirchen, die mitmachen, haben ein Fenster oder eine Tür weihnachtlich geschmückt. Vom 1. bis 24. Dezember wird dann jeden Tag ein neues „Törchen“ geöffnet. Der Adventskalender könne somit „erwandert“ werden, erklären die Initiatoren. Sie wollen mit der Aktion zu Bewegung, aber auch zum Innehalten anregen. Wichtig sei auch, dass das Gespräch zwischen den Konfessionen weiter stattfinden könne, so Wollenberg.

Die Fenster des lebendigen Adventskalenders öffnen sich immer ab 17 Uhr und bleiben für drei Stunden geöffnet. Wer es am jeweiligen Tag nicht schafft, das „Adventstörchen“ zu begutachten, kann das auch an einem anderen Tag nachholen. Die geöffneten Fenster werden – wie es auch beim Schokokalender ist – nicht wieder verschlossen. Insgesamt geht die Aktion bis zum 26. Dezember.

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„Advent-Pilger-Pass“: Kinder können Preise gewinnen

Auf der jeweiligen Gemeindehomepage und auf Flyern sind die Straßen, in denen die „Törchen“ versteckt sind, aufgelistet. Für Kinder haben sich die Kirchenangehörigen etwas besonderes ausgedacht. Sie können einen „Advent-Pilger-Pass“ erhalten (Download unter www.ebs-lutherhaus.de ), für den sie an jedem besuchten Fenster einen Stempel erhalten. Sind mindestens drei Stempel gesammelt, kann der Pass Anfang Januar bei der Gemeinde abgegeben werden – im Tausch gegen eine kleine Belohnung. Unter allen Teilnehmern werden zusätzlich noch fünf Preise verlost.

Hier öffnen sich jeden Tag ab etwa 17 Uhr für drei Stunden die „Adventstörchen“:

  • 1. Dezember: Schluchtstr. 21b
  • 2. Dezember: Schlosswiese 81
  • 3. Dezember: Gemeindehaus Antonius Abbas, Kiek Ut 11
  • 4. Dezember: Rötterhoven 20a
  • 5. Dezember: Lohstr. 96a
  • 6. Dezember: Bücherei Antonius, Schönebecker Str./Kiek Ut
  • 7. Dezember: Tonstr. 21
  • 8. Dezember: Bücherei Lutherhaus, Bandstr. 35
  • 9. Dezember: Schönebecker Str. 48d
  • 10. Dezember: Kaldenhofs Kamp 1
  • 11. Dezember: Kiek Ut 10
  • 12. Dezember: Antoniushang 5
  • 13. Dezember: Bücherei Franziskus, Rabenhorst 2
  • 14. Dezember: Scheinstr. 18
  • 15. Dezember: Kalkstr. 41
  • 16. Dezember: Kita Antonius Abbas, Schönebecker Str. 29
  • 17. Dezember: Laarmannstr. 26, Innenhof
  • 18. Dezember: Pollerbecksbrink 24/26
  • 19. Dezember: Schacht Kronprinz Str. 151
  • 20. Dezember: Pollerbecksbrink 38
  • 21. Dezember: Herbrüggenstr. 163
  • 22. Dezember: An der Seilbahn 20
  • 23. Dezember: An der Schlucht 5
  • 24. Dezember: Kirchen Lutherhaus,St. Antonius Abbas und St. Franziskus

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