Kunstwerk

Essener Grugapark erhält neue Großskulptur

Der Künstler Ewerdt Hilgemann und seine Frau und Managerin Antoinette de Stigter präsentierten die Skulptur mit Namen „Imploded pyramid“ im Staudengarten des Grugaparks.

Der Künstler Ewerdt Hilgemann und seine Frau und Managerin Antoinette de Stigter präsentierten die Skulptur mit Namen „Imploded pyramid“ im Staudengarten des Grugaparks.

Foto: Kerstin Kokoska

Essen.   Im Staudengarten des Grugaparks in Essen präsentierte Künstler Ewerdt Hilgemann seine Skulptur „Imploded pyramid“. Das Werk ist eine Leihgabe.

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Der Grugapark ist die „grüne Lunge“ der Stadt und doch auch ein wenig mehr. Über vierzig Plastiken und Skulpturen geben dem Park einen Charakter als Freilicht-Kunstmuseum.

Jüngst ist es nach längerer Zeit wieder gelungen, eine neue Plastik zu präsentieren: „Imploded pyramid“, eine Leihgabe des Künstler Ewerdt Hilgemann ist das neueste Beispiel zeitgenössischer Bildhauerkunst im Grugapark. Seinen Standort hat es am Staudengarten in einem eher ruhigen, vielfältig bepflanzten Teil des Grugaparks.

Zusammenspiel von Kunst und Natur

Monumentale Plastiken sind die Spezialität des Künstlers, der in vielen Städten der Welt präsent ist, etwa 2014 die New Yorker Prachtstraße Park Avenue mit sieben Werken bestücken konnte. An ihrer glänzenden Oberfläche spiegeln sich dort die Hochhausfassaden der Straße.

In der Gruga muss sich die Kunst mit der Natur und der Gartenlandschaft ins Benehmen setzen, was nach Ansicht der Park-Verantwortlichen mit der „Imploded pyramid“ gut gelungen ist.

Für Grugapark-Mitarbeiterin Julia Rüther ist es ein verbreiteter Irrtum anzunehmen, in einem weitläufigen Park könne man Kunstobjekte „irgendwo hinstellen“. Gartenarchitektur und Bildhauerkunst wirkten in einem harmonischen Ganzen, Beziehung zwischen gärtnerischer Anlage und Kunstobjekt seien entscheidend.

„Standort ist hervorragend gewählt“

„Der Standort für die neue Plastik ist hervorragend gewählt: Die Rasenfläche mit der Birkengruppe gibt der neuen Leihgabe den nötigen Raum“, so Rüther.

Der Ort sei wie geschaffen dafür, das Werk zu präsentieren und von jeder Seite neue Eindrücke zu ermöglichen. Gerade die Aufstellung unter freiem Himmel verleihe der Plastik eine stetig verändernde Wirkung im Wechsel der Jahreszeiten.

„Dabei kann eine blühende, farbenprächtige Bepflanzung einen ebenso reizvollen Hintergrund bilden wie ein karger, entlaubter Baum an einem grauen Wintertag.“

Besonderer Reiz der Gruga-Kunstsammlung

Das Zusammenspiel zwischen Kunst und Gartenkunst mache generell den besonderen Reiz der Gruga-Kunstsammlung aus. Begegnungen am Wegesrand ergeben sich dabei ebenso wie der gezielte Besuch von langjährigen „Lieblingsskulpturen“.

Das Kunstobjekt habe im Park sowohl die gartenarchitektonische Funktion im Rahmen der Anlage als auch die ästhetische als Kunstwerk und Stimmungsträger und kröne so die künstlerische Gestaltung der Natur.

Geschichte des Parks spiegelt sich in der Sammlung

In der Sammlung spiegele sich die Geschichte des Parks und die Geschichte der Bildhauerkunst – ein spannungsreiches Nebeneinander von Werken nationaler Künstler und Künstlern internationaler Reputation. Die Klassische Moderne ist dabei ebenso vertreten wie die zeitgenössische Kunst.

Die Sammlung besteht größtenteils aus Leihgaben, meist dauerhaft, von Privatpersonen, Firmen, Stiftungen, Museen, von Künstlern, deren Werke im geschützten Bereich präsentiert werden. „Die Leihgeber haben den Grugapark in dem Bewusstsein um Schutz und Pflege ihrer Kunstwerke ausgewählt“, so Rüther.

>>>Patenschaften für die Gruga-Kunst

Um den Skulpturenbestand zu bewahren, bedürfen die der Witterung ausgesetzten Kunstwerke besonderer Pflege. Die vom Grugapark initiierten Kunstpatenschaften ermöglichen die teilweise aufwändigen Erhaltungs- und Restaurierungsarbeiten.

Dieses Engagement zeigt die Verbundenheit zwischen den Parkbesuchern und „ihren“ Skulpturen und ermöglicht auch künftig Kunstgenuss unter freiem Himmel. Kontakt: Dr. Julia Rüther, Telefon: 0201 / 88 83 115.

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