MUSIK

Essener Band reist für Konzert zwei Tage nach Russland

Sänger Nico Schiesewitz (l.), Gitarrist Joschka Basteck und 20000 Festival-Besucher.

Foto: Band

Sänger Nico Schiesewitz (l.), Gitarrist Joschka Basteck und 20000 Festival-Besucher. Foto: Band

Essen.   Die Essener Band Breathe Atlantis trat in der Partnerstadt Nischni Nowgorod vor 20000 Fans auf. Fast hätten die Musiker ihren Rückflug verpasst.

Die nächsten Auftritte für die Essener Band Breathe Atlantis stehen in der Nachbarschaft in Herne und im beschaulichen Bad Dürkheim an. Am vergangenen Wochenende waren die vier Musiker aber mal eben in Essens Partnerstadt Nischni Nowgorod in Russland und traten vor 20 000 Zuschauern auf. „Ein wahnsinniges Erlebnis und eine tolle Erfahrung für uns“, schwärmt Gitarrist Joschka Basteck nach der Rückkehr im kleinen Band-Proberaum im tiefsten Altenessen.

500 000 Aufrufe beim digitalen Musikdienst Spotify, 50 Auftritte im Jahr, ein eigener Plattenvertrag und zwei Alben: Mit diesen Zahlen hatte die Essener Band den russischen Veranstalter überzeugt, sie als Co-Headliner zum „Clear Water Rock Festival“ einzuladen. Dort traten elf ausgewählte Bands unterschiedlichster Rock-Richtungen auf. Mittendrin: Breathe Atlantis. Fast hätte die Band das Angebot aus Russland allerdings nicht angenommen. „Da kam eine E-Mail mit kyrillischen Zeichen. Wir dachten erst, es sei ein Virus. Dann haben wir die E-Mail im Internet übersetzt und uns gefreut, dass wir auftreten dürfen“, erzählt Bassist Jan Euler lachend.

Nach intensiven Proben ging es mit dem Flugzeug für zwei Tage nach Russland. In Essens Partnerstadt Nischni Nowgorod konnte Breathe Atlantis die 20 000 Festival-Besucher mit ihrer Post-Hardcore-Musik begeistern. Die Songs zeichnen sich durch eine Kombination aus Rock, Elektronik, Hip Hop und Pop aus. „Die Stimmung war grandios und die Fans hatten trotz Regen viel Spaß. Unsere Musik ist super gut angekommen“, freut sich Gitarrist Joschka Basteck.

Fast den Rückflug in die Heimat verpasst

Nach ihrem halbstündigen Auftritt wurde die Band auf dem Weg zum Autogramm-Stand von Fans umringt. „Alle wollten ein Foto machen und uns umarmen“, erinnert sich Sänger Nico Schiesewitz. Auch am nächsten Tag seien sie beim Souvenir-Shopping von Fans angesprochen worden.

Stolz waren Breathe Atlantis darauf, dass sie für einen guten Zweck aufgetreten sind. Das Clear Water Rock Festival will auf einen bewussteren Umgang mit der Umwelt aufmerksam machen. Alle Rock-Bands spielten dabei im Zeichen des sauberen Trinkwassers.

Nach getaner Arbeit auf der Bühne verbrachten die Musiker übrigens den Restabend mit einer anderen Band. Dabei ging es, wie das unter richtigen Rockern so ist, hoch her. „Wir haben am nächsten Tag verschlafen und fast den Heimflug verpasst“, sagt Schlagzeuger Markus Harazim und schwärmt: „Das Wochenende bleibt ein Highlight, das man nie vergisst.“

Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik