Mordkommission

Ehefrau (47) mit Hammerschlägen und Messerstichen getötet

An der Hobeisenstraße in Essen-Holsterhausen wurde eine Frau getötet, eine weitere lebensgefährlich verletzt.

An der Hobeisenstraße in Essen-Holsterhausen wurde eine Frau getötet, eine weitere lebensgefährlich verletzt.

Foto: Martin Spletter

Essen.   Bluttat an der Hobeisenstraße in Essen: 55-Jähriger wegen Totschlags in U-Haft. Er kann sich an nichts erinnern, so die Staatsanwaltschaft.

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Eigentlich wollte er seine Noch-Ehefrau in deren Wohnung an der Hobeisenstraße in Essen-Holsterhausen besuchen, um sich zu verabschieden. Denn der 55-Jährige spielte wohl mit dem Gedanken, sich wegen einer anstehenden Scheidung umzubringen.

Doch dann kam alles ganz anders: Ein Streit eskalierte, mit Hämmern und einem Messer, so die Staatsanwaltschaft, ging der Ehemann auf die 47-Jährige los und fügte ihr mehrere tödliche Verletzungen zu. Ebenfalls mit einem Hammer schlug der Täter auf die Schwester (45) seines Opfers ein. Die Frau schwebt seitdem in akuter Lebensgefahr.

Während die Ärzte auch am Donnerstag noch weiter um das Leben der 45-Jährigen kämpften, wurde der 55-Jährige, der noch in der Nacht zum Mittwoch in der Tatwohnung des 15-Parteien-Hauses festgenommen werden konnte, einem Haftrichter vorgeführt. Wegen Totschlags und versuchten Totschlags sitzt der Deutsche vietnamesischer Herkunft jetzt in Untersuchungshaft, sagte Staatsanwältin Elke Hinterberg: „An die Tat will er sich nicht erinnern können.“

Zweites Opfer lag gefesselt in der Wohnung

Und deshalb sah sich der Mann am Donnerstag auch noch nicht in der Lage zu erklären, warum die Schwester seiner Frau gefesselt war, als die Polizei am Tatort eintraf.

Wie berichtet, konnte die Frau zunächst nicht zweifelsfrei identifiziert werden. Doch die zwei erwachsenen Kinder der Eheleute erklärten inzwischen, dass es sich bei der lebensgefährlich Verletzten um ihre Tante handelte, die zu Besuch in der Wohnung der 47-Jährigen an der Hobeisenstraße war, wie Hinterberg bestätigte. Die Staatsanwältin erwägt nun in Absprache mit dem Rechtsanwalt des mutmaßlichen Totschlägers, einen psychiatrischen Sachverständigen hinzuzuziehen, um den Geisteszustand des 55-Jährigen überprüfen zu lassen.

Die Ermittler können nicht ausschließen, dass die Bluttat von der Hobeisenstraße nicht noch ein zweites Todesopfer fordert – so kritisch ist der momentane Zustand des zweiten Opfers.

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