Autobahn 40

Essen: Warum eine fertige A-40-Auffahrt nicht geöffnet ist

Die Auffahrt der A40 in Frillendorf befindet sich gleich neben dem TÜV Nord: Nicht nur der Frillendorfer Peter Valerius (CDU) hofft, dass die Anschlussstelle bald befahrbar sein wird.

Die Auffahrt der A40 in Frillendorf befindet sich gleich neben dem TÜV Nord: Nicht nur der Frillendorfer Peter Valerius (CDU) hofft, dass die Anschlussstelle bald befahrbar sein wird.

Foto: Christof Köpsel / FUNKE Foto Services

Essen-Frillendorf.  Verkehrsteilnehmer in Essen-Frillendorf warten auf die Öffnung der fertigen A-40-Auffahrt. Zuvor muss die Steag laut Stadt Arbeiten abschließen.

Die fertig gestellte, aber noch nicht eröffnete Auffahrt der A 40 in Frillendorf ist nicht nur für Peter Valerius ein leidiges Thema. Betroffen ist er als CDU-Fraktionsvorsitzender im Bezirk sowie als Anwohner – und mit ihm zahlreiche weitere Verkehrsteilnehmer. Für sie bedeutet die Situation im Berufsverkehr Umwege, Rückstau und die Frage: Wann wird die neue Anschlussstelle endlich freigegeben?

„Die alte Auffahrt ist geschlossen, die neue in Richtung Duisburg ist nicht geöffnet“, beschreibt Peter Valerius, der diese Anschlussstelle auf dem Weg zur Arbeit gern nutzen würde. Stattdessen aber fahre er erst auf die Autobahn in Richtung Dortmund, um in Kray abzufahren, auf der Krayer Platte zu drehen und in die Stadtmitte zu gelangen.

Schleichwege und offizielle Umleitung der Stadt

Da es vielen so gehe, immerhin liege gleich neben der neuen Auffahrt etwa der TÜV Nord, „herrscht zu Stoßzeiten ein riesiger Rückstau“. Einige nutzen Schleichwege, andere die von der Stadt benannte Umleitung etwa über die Schönscheidtstraße – all das mache aber die gesamte Lage nicht besser.

„Zu dieser Situation gehört auch die Baustelle auf der Hubertstraße, die derzeit auf einem Abschnitt nur als Einbahnstraße genutzt werden kann“, sagt Peter Valerius. Er mag sich über Einschränkungen während der Bauphase auch gar nicht beschweren. Doch die Anwohner seien bereits 2018 von der Steag per Anschreiben informiert worden, dass die Fernwärmearbeiten im Mai 2019 abgeschlossen sein sollen. „Jetzt kommen die offenbar nicht aus den Puschen“, beklagt er.

Öffnung der Auffahrt und Baustelle hängen zusammen

Immerhin habe er auf Nachfrage von der Stadt erfahren, dass die fertige A-40-Auffahrt und die laufenden Arbeiten an der Hubertstraße zusammenhängen: „Die Anschlussstelle soll erst eröffnet werden, wenn die Steag auf dem Abschnitt fertig ist“, sagt der CDU-Politiker. Es sei der 16. Februar im Gespräch gewesen, aber das glaube er nicht mehr.

Das liege aber daran, dass die Steag ihre Arbeiten im Vorjahr habe unterbrechen müssen, erklärt deren Sprecher Daniel Mühlenfeld. Eine Baustelle der Emschergenossenschaft habe Priorität erhalten, so dass die Steag ihre Arbeiten im Frühjahr bis Ende Dezember habe unterbrechen müssen, sagt er zum Baustellenmanagement, für das die Stadt verantwortlich sei.

Die Steag hat ihre Arbeiten im Januar wieder aufgenommen. Und die Stadt erklärt zur aktuellen Situation: „Diese Baumaßnahme auf der Hubertstraße muss für die Öffnung der Auffahrt abgeschlossen sein, weil sonst der abfahrende Verkehr nicht abgewickelt werden kann“, erklärt Stadtsprecher Patrick Opierzynski zum Hintergrund. Es müsse sicher gestellt sein, dass der Knotenpunkt Hubertstraße, wohin die Baustelle dann wandere, frei sei. Immerhin sei nun eine weitere Baumaßnahme auf der Schönscheidtstraße in Frillendorf hinzugekommen.

Öffnung im März – genauer Zeitpunkt steht noch nicht fest

Mit Blick auf den Baufortschritt aber sagt er: „Die Auffahrt Frillendorf-Nord wird voraussichtlich im März eröffnet.“ Genauer sei der Zeitpunkt allerdings noch nicht zu benennen. Daniel Mühlenfeld hingegen schätzt, dass Restarbeiten je nach Wetterlage Ende April abgeschlossen sein könnten.

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