Gourmetmeile

„Essen verwöhnt“ – Fünf Tage auf der Kettwiger schlemmen

Die Einkaufswagen sind gefüllt: Bei einem letzten Treffen im Frischeparadies vor dem Start zu „Essen verwöhnt“ haben sich  die Gastronomen noch einmal von der Qualität der angebotenen Produkte überzeugt.

Die Einkaufswagen sind gefüllt: Bei einem letzten Treffen im Frischeparadies vor dem Start zu „Essen verwöhnt“ haben sich die Gastronomen noch einmal von der Qualität der angebotenen Produkte überzeugt.

Foto: Marie Heibach

Essen.   Mittwoch startet „Essen verwöhnt“ auf der Kettwiger Straße mit 20 Gastronomen. Die Preise bleiben stabil, Hauptgerichte starten bei 7,50 Euro.

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Niemals sonst im Jahr kommen Genussmenschen in der Innenstadt so leicht auf ihre Kosten wie zu der Zeit von „Essen verwöhnt“. Eine Vorspeise bei Hugenpoet, der Hauptgang bei der Schote, das Dessert bei La Turka – was sonst nur mit einer abendfüllenden Rundreise möglich wäre, kann man von Mittwoch, 18., bis Sonntag, 22. Juli, bequem zu Fuß schaffen.

Auf der Kettwiger Straße bauen 20 bekannte Gastronomen ihren mobilen Herd auf und bewirten ihre Gäste mitten in der Innenstadt. Dieses Mal nicht mehr dabei: Hannappel. Den frei gewordenen Platz hat der Bottroper Bio-Metzger Scharun übernommen – als einer der wenigen Nicht-Essener.

Im Sommer 1999 fing alles an

Seit der Premiere im Sommer 1999 sind zwar fast 20 Jahre ins Land gegangen, aber das Konzept ist gleich geblieben. Rainer Bierwirth aus dem Vorstand der Organisatoren von „Essen genießen“ beschreibt es so: „Wir sind eine Gourmetmeile der Frische und der Qualität.“ Die Teilnehmer verstehen sich als Experten für anspruchsvolle Küche. Aber so, dass niemand sein Monatsgehalt opfern muss, um hier satt zu werden. Die Preise bleiben so wie in den vergangenen Jahren. „Hauptgerichte beginnen bei 7,50 Euro“, sagt Bierwirth. Das meiste überschreitet die 10-Euro-Grenze nicht. Ausnahmen: speziell ausgewiesene Gourmetgerichte. Für Gänselebervariationen am Stand von Nelson Müllers Schote werden 18 Euro fällig, der halbe Hummer bei Trüffel da Diego kostet 16 Euro.

Zum Erfolgskonzept gehört, dass die Besucher nicht vor lauter Scampispießen mit Cocktailsoße den Durchblick verlieren, bloß weil diese Tierchen gerade als chic auf dem Teller gelten. Die Gastronomen kochen Gerichte, die auf ihren üblichen Speisekarten stehen. „Wir betreiben Werbung für uns selbst“, sagt Helene Gummersbach vom gleichnamigen Restaurant in Borbeck. Und sie wollen Lebensfreude verbreiten den Spaß am Kochen zeigen. Niemals sonst sind die Köche so sichtbar wie bei diesem Freiluft-Fest.

Einige Gastronomen schließen für die Dauer von „Essen verwöhnt“ ihre Restaurants, um alle Kraft in den Auftritt auf der Gourmetmeile stecken zu können. Rainer Bierwirth rechnet damit, dass bei schönem Wetter allein an einem Tag die 60 000 Teller, mit denen hier jongliert wird, einmal durch die große Spülstraße laufen müssen, um alle Bestellungen erfüllen zu können.

Es gibt auch eine Geburtstagstorte

Die Organisatoren sind bei der Terminfindung in diesem Jahr einigen harte Konkurrenten bewusst aus dem Weg gegangen: Die Fußball-WM ist zu Ende und der in der Vergangenheit wetterunbeständigere Juni ist vorbei. Deshalb das Festival nun in dieser Woche. Noch etwas ist aber gleich geblieben: Das Besteck zum Preis von einem Euro kann nach dem Genuss in eine blaue Box geworfen werden – so fließt der Erlös daraus an karitative Einrichtungen wie die Essener Tafel.

„Essen verwöhnt“ wird 20 – das sollen die Besucher mitfeiern. Dazu werden die Stände mit Rosen geschmückt und am Donnerstag wird ab 12 Uhr eine große Geburtstagstorte angeschnitten.

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