Chor-Gründung

Essen: Ruhrgebiets-Chor „Hard Coal“ steht für harten Sound

Die Mitglieder des Metal Chores „Hard Coal“ kommen aus allen Teilen der Region. Geprobt wird in der Szenekneipe „Anyway“ in Essen-Frohnhausen.

Die Mitglieder des Metal Chores „Hard Coal“ kommen aus allen Teilen der Region. Geprobt wird in der Szenekneipe „Anyway“ in Essen-Frohnhausen.

Foto: Hard Coal

Essen-Kettwig/Frohnhausen.  Der Kettwiger Stefan Guzewski gibt bei den Proben des ersten Rock- und Metalchors im Ruhrgebiet den Ton an. Hier alle Infos zum Projekt.

Es wird laut im Ruhrgebiet. Ziemlich laut. Denn in der Frohnhauser Musikkneipe „Anyway“ hat sich vor wenigen Tagen der Chor Hard Coal (zu deutsch Steinkohle) gegründet. Und laut eigener Aussage der rund 20 Mitglieder ist das „der erste Rock- und Metalchor im Ruhrgebiet“. Eine treibende Kraft ist der Kettwiger Stephan Guzewski.

„Uns gibt es zwar schon seit 2019, aber mit einer konstituierenden Sitzung wollten wir dem Ganzen auch einen Rahmen geben. Jetzt suchen wir noch weitere Mitglieder, die wie wir Spaß an Rockklassikern und auch aktuellen Metalsongs haben – und natürlich am Singen“, erzählt Stephan Guzewski.

Einzigartiges Ensemble in der Region

Vor der Gründung von Hard Coal gehörten Guzewski und andere Chormitglieder zum Essener Chapter der Doom Birds, die hauptsächlich im Norden Deutschlands vertreten sind, „aber das hatte sich irgendwie aufgeweicht, und wir wollten uns freistrampeln“, sagt Thomas Hahn, der seit Januar zu Hard Coal gehört.

Geprobt wird immer mittwochs im „Anyway“. Das Billardzimmer lässt sich mit einer Tür vom Schankraum abtrennen. Auch gut so, denn die singenden Metalheads machen schon ordentlich Alarm – mit unter anderem Songs von Judas Priest und Manowar, der in Essen gegründeten Thrash-Metal-Band Kreator und eigenen Liedern.

Das Einzugsgebiet des Chores ist jetzt schon groß, reicht von Dortmund bis zum Niederrhein. Stephan Guzweski: „Die Leute bringen schon einige Kilometer hinter sich, um mit uns zu proben. Aber es macht auch einfach unglaublich viel Spaß. Und das „Anyway“ liegt strategisch günstig, ist in einer Minute von der A 40-Abfahrt zu erreichen.“

Schnelle Sachen auch aus dem Bereich Powermetal

Für Thomas Hahn „ist die Art und Weise, wie wir die Lieder singen, und auch die Auswahl der Lieder ein Alleinstellungsmerkmal. Es sind schnelle Sachen auch aus dem Bereich Powermetal dabei. Da trauen sich andere einfach nicht ran. Das macht uns über die Region hinaus einzigartig.“

Stefan Guzewski gibt mit seiner Gitarre bei den Proben den Ton an. Auch Stimmübungen stehen auf dem Programm. Und zum Aufwärmen wird natürlich das Steigerlied gesungen. Einfach nur schreien ist eben nicht. „Wir singen nur zweistimmig, hoch und dunkel. Dadurch können wir uns besser auf das konzentrieren, was wir machen. Das ist schon anstrengend genug, aber heiser ist keiner am nächsten Tag.“

Singen kann jeder – einfach zuschauen und mitmachen

Thomas Hahn erklärt, dass „man sich selbst gut zurücknehmen kann, wenn in einer großen Gruppe laut gesungen wird. Da ist keiner überfordert. Und bei großen Metalkonzerten singen die Zuschauer ja auch komplette Lieder alleine durch – die Menge macht’s halt.“

Singen kann übrigens (fast) jeder – da ist sich Stephan Guzewski sicher. „Also, einfach zuschauen, mitmachen.“ Wie steht’s so schön auf der Homepage von Hard Coal: „Auch wenn nicht jeder Ton sitzt, mit Stimmung und Lautstärke haben wir es noch immer geschafft, dass auch der letzte Zuhörende mitgrölt.“

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