Theater und Philharmonie

Essen: Norbert Blüm soll in Theaterkrise vermitteln

Wird als möglicher Vermittler der Essener Theaterkrise gehandelt: Ex-Bundesarbeitsminister Norbert Blüm.

Wird als möglicher Vermittler der Essener Theaterkrise gehandelt: Ex-Bundesarbeitsminister Norbert Blüm.

Foto: Fabian Strauch / FUNKE Foto Services

Essen.  Theater und Philharmonie: Künstler-Gewerkschaften bringen Ex-Bundesarbeitsminister und eine weitere Persönlichkeit als Vermittler ins Gespräch.

In der Auseinandersetzung zwischen den Beschäftigten der Essener Theater und Philharmonie (TuP) und Geschäftsführer Berger Bergmann haben sich nun auch die großen Künstler-Gewerkschaften zu Wort gemeldet. In einer gemeinsamen Stellungnahme fordern die Deutsche Orchestervereinigung (DOV), die Genossenschaft Deutscher Bühnen Angehöriger (GDBA), die Vereinigung deutscher Opernchöre und Bühnentänzer (VJO) und die Gewerkschaft Verdi nun ein externes Spezialistenteam, das die von den Mitarbeitern erhobenen Vorwürfe gegen Geschäftsführer Bergmann klären soll.

Geleitet werden soll das Team von einer „unabhängigen und unvoreingenommen Persönlichkeit“. Als mögliche Kandidaten werden in dem Brief die ehemalige Gewerkschafterin und EU-Kommissarin Monika Wulf-Mathies und Ex-Bundesarbeitsminister Norbert Blüm genannt.

In dem Brief heißt es, man habe schon 2018 in einem Schreiben an Franz-Josef Britz, den Aufsichtsratsvorsitzenden der Theater und Philharmonie, auf die vielfältigen Verstöße des Geschäftsführers gegen Gesetzesvorschriften und Tarifbestimmung sowie auf die massive Häufung gerichtlicher Auseinandersetzungen zwischen Betriebsrat und Geschäftsführung hingewiesen. Eine Reaktion habe man nicht erhalten. Der von 400 Mitarbeitern unterschriebene Protestbrief mache deutlich, dass sich die Situation seither noch einmal deutlich verschlechtert habe.

Da dem Aufsichtsrat die Probleme seit langem bekannt seien, das Gremium bislang aber nicht gehandelt habe, „ist es zu unserer Überzeugung doch der exakt falsche Ansatz, zur Lösung der Probleme ein Gremium aus Mitgliedern des Aufsichtsrats zu bilden“, heißt es in dem Brief. Nur von einer Kommission aus externen Experten seien „entscheidende Impulse für zu ergreifende Konsequenzen und die Lösung der drängenden Probleme“ zu erwarten.

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