Essen Light Festival

Essen Light Festival will Lichtkunst für alle Bürger bieten

Letztes Jahr zählte ein Mond, direkt vor der Lichtburg aufgehängt, zu den Attraktionen. In diesem Jahr wird an der gleichen Stelle eine Erdkugel zu sehen sein.

Letztes Jahr zählte ein Mond, direkt vor der Lichtburg aufgehängt, zu den Attraktionen. In diesem Jahr wird an der gleichen Stelle eine Erdkugel zu sehen sein.

Foto: Ian Siepmann / EMG

Essen.  Das Essen Light Festival startet am 25. Oktober. 21 Licht-Skulpturen sollen Gäste in die City locken – noch vor Lichtwochen und Weihnachtsmarkt.

Mit dem vierten „Essen Light Festival“ will die Essen Marketing Gesellschaft (EMG) den Bürgern erneut Anreize bieten, um die Innenstadt zu besuchen, noch bevor die Lichtwochen und der Weihnachtsmarkt beginnen. 21 Lichtkunstwerke können ab Freitag, 25. Oktober, zwischen Willy-Brandt-Platz und dem Universitätsviertel (nördliche Innenstadt) betrachtet werden. Manche Kunstwerke sind interaktiv - zum Beispiel ein Klavier, das vor der Marktkirche (Porschekanzel) steht. Bei jedem Tastendruck entstehen Video-Projektionen, die an die Kirchenwand geworfen werden. Das Klavier darf jeder spielen – es gibt gesonderte Zeiten, in denen jeder Bürger ausdrücklich zum Musizieren eingeladen ist.

Lichtkunstfestival „erneut gewachsen und internationaler als je zuvor“

„Das Essen Light Festival spielt mit Berlin und Frankfurt am Main in der Bundesliga der Lichtkunstfeste“, sagt Richard Röhrhoff, Geschäftsführer der Marketing-Gesellschaft und künstlerischer Direktor der Veranstaltung. „Es ist in diesem Jahr erneut gewachsen und internationaler als je zuvor.“

Anders als im Vorjahr, konzentriert sich das „Light Festival“ auf die 21 Installationen – die traditionellen Elemente der Lichtwochen, die im Anschluss beginnen, werden während des „Lights Festivals“ noch nicht zu sehen sein. „So wollen wir beide Marken stärken – die des Light Festivals und die der Lichtwochen.“

Kritik am Einzelhandel

Röhrhoff erneuerte seine Kritik am Essener Einzelhandel, der immer weniger bereit sei, sich auskömmlich an der Finanzierung von attraktiven, zeitgemäßen Lichtwochen zu beteiligen. Bereits Anfang der Woche hatte Röhrhoff erklärt, dass es früher kein Problem gewesen sei, 500.000 DM einzutreiben, während man heute schon mit 30.000 Euro zufrieden sein müsse.

Wie auch immer: Zu den attraktivsten Objekten zählte im vergangenen Jahr eine Mondskulptur, zentral aufgehängt vor der Lichtburg. Sie kommt zwar nicht wieder, aber derselbe Künstler hat für das neue „Light Festival“ eine Erdkugel geschaffen. Sie wird wieder vor der Lichtburg aufgehängt. „Das ist in Zeiten von Debatten über Klima und Nachhaltigkeit genau richtig“, betont Röhrhoff.

Ältere Essener erinnern sich: Vor 40 Jahren, das Essener Rathaus war gerade eröffnet worden, scheiterte der ambitionierte Versuch, auf dem Dach des Verwaltungshauses dauerhaft einen Laserstrahl zu installieren.

Es gab hämische Schlagzeilen bundesweit, und das Lasergerät schenkte man irgendwann verschämt der Uni.

Neuer Versuch nach der Laser-Pleite vor 40 Jahren: Licht aufs Rathaus

Jetzt, zum 40. Geburtstag des Rathauses, will das „Light Festival“ dem Rathaus etwas schenken, „das auch funktioniert“, sagt Richard Röhrhoff. 35 lichtstarke Scheinwerfer sollen helle Kegel in den Himmel werfen, „sodass man das Rathaus im ganzen Ruhrgebiet sehen kann.“

Das „Light Festival“ lebt ausschließlich von Sponsoren. Als neuer Unterstützer ist das Autohaus Lueg hinzugekommen, das zwei Mercedes-Fahrzeuge in die Innenstadt stellen wird, deren Scheiben von einem Künstler zu Videoprojektionsflächen umgebaut wurden und Aquariums-Szenen zeigen. „Die Autos schließen Lücken in der Route, sodass wir jetzt das Ziel erreicht haben, dass Besucher von jedem Objekt aus bereits das nächste sehen können“, erklärt Röhrhoff. Darüber hinaus bietet die EMG geführte Touren über das „Light Festival“ an.

Das „Light Festival“ endet am Sonntag, 3. November. An diesem Tag, einem verkaufsoffenen Sonntag in der Innenstadt, starten die Lichtwochen. Der Essener Weihnachtsmarkt wird offiziell am Freitag, 15. November, eröffnet. Er endet am Montag, 23. Dezember.

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