Stadtwerke

Essen-Kettwig: Baustelle am Rathaus blockiert Parkplätze

Die Baustelle vor dem Rathaus wurde bereits begonnen. Auf der Schulstraße fließt der Verkehr deshalb für mindestens drei Wochen nur einspurig – und dies in nur eine Richtung, von der Hauptstraße aus.

Die Baustelle vor dem Rathaus wurde bereits begonnen. Auf der Schulstraße fließt der Verkehr deshalb für mindestens drei Wochen nur einspurig – und dies in nur eine Richtung, von der Hauptstraße aus.

Foto: Kerstin Kokoska / FUNKE Foto Services

Essen-Kettwig.  Kanalbauarbeiten vor dem Kettwiger Rathaus in Essen schränken den Verkehr ein und blockieren Parkplätze. Die Arbeiten dauern mehrere Wochen.

Eine Baustelle der Stadtwerke Essen vor dem Kettwiger Rathaus schränkt den Verkehr auf der Schulstraße ein und blockiert Parkplätze. Die Arbeiten vor Ort sollen mehrere Wochen dauern.

Ein schadhafter Kanal zwingt die Stadtwerke zum schnellen Handeln. Bei einer turnusmäßigen Untersuchung des Kettwiger Leitungssystems, entdeckten die Arbeiter massive Schäden an den Wänden der Kanäle im Bereich der Schulstraße und Bürgermeister-Fiedler-Platz, die nun ausgetauscht werden müssen. „Die Sache duldet keinen Aufschub“, erklärt Stadtwerkesprecher Dirk Pomplun. „Dafür sind die Mängel zu gravierend.“ Entsprechend schnell wurde gehandelt, die Arbeiten haben bereits begonnen.

Erneuerung des Kanals duldet keinen Aufschub

Auf einer Länge von 70 Metern muss der Kanal erneuert werden. Dieser kreuzt die Schulstraße an Hausnummer zwei und führt schnurgerade bis auf den Bürgermeister-Fiedler-Platz. Besonders die Verbindungen zwischen den einzelnen Teilstücken des Kanals hätten gelitten. „Das ist alles üblicher Verschleiß, denn die Rohre stammen aus den 1950er-Jahren“ so Dirk Pomplun weiter. Deshalb werden die betroffenen Betonröhren nun komplett ausgetauscht. „Heute verwenden wir dazu allerdings Kunststoff.“

Die Bauarbeiten führen die Stadtwerke in offener Bauweise aus, es wird also kräftig gebuddelt. Gestartet wurde die Baustelle mitten auf der Schulstraße in Höhe der Commerzbank. Dies hat Folgen für den Straßenverkehr. Wegen der neuen Baustelle kann dort der Verkehr für die nächsten Wochen nur einspurig fließen, wie der Stadtwerkesprecher erläutert. „Angesichts der Kürze der Zeit, haben wir keine gesonderte Umleitung konzipiert, sondern führen den Verkehr direkt an der Baustelle vorbei.“

So weit, so gut, doch die Sache hat einen Haken: Wer von der Hauptstraße rechts in die Schulstraße einbiegt, hat bis auf das besagte Nadelöhr keine weiteren Probleme und kann die Schulstraße links über die Corneliusstraße verlassen. Für den Verkehr von der Gegenseite, also aus der Corneliusstraße heraus, sieht das allerdings anders aus. Dieser landet in einer Sackgasse, da nach rechts die neue Baustelle den Weg versperrt, nach links immer noch die Baustelle Freiligrathplatz im Wege ist. „Umfahren kann man dieses Problem nur über den Kringsgat und Wilhelmstraße, die dann auf die Hauptstraße führt“, erklärt Daniel Behmenburg. Der SPD-Fraktionschef in der Bezirksvertretung IX hatte Ende September an einem Ortstermin mit den Stadtwerken teilgenommen.

Die Schulstraße muss befahrbar bleiben, um den Busverkehr nicht zu behindern

„Die freie Durchfahrt von der Hauptstraße aus musste gewährleistet bleiben, um den Busverkehr nicht lahm zu legen“, sagt Dirk Pomplun. Dort verkehren die Buslinien 142, 190 und 151. „Eine Umleitung aller Buslinien wäre auch nicht so einfach gewesen“, so Pomplun weiter. Ein positiver Aspekt: Weniger Aufwand, weniger Zeitverlust und damit schnellere Rückkehr zur Normalität für alle Verkehrsteilnehmer.

Damit der Verkehr – wenn auch eingeschränkt – auf der Schulstraße weiterfließen kann, müssen allerdings die Parkplätze vor der Commerzbank gesperrt werden, über den der Verkehr momentan einspurig rollt. Betroffen sind rund 20 freie Stellplätze. In drei Wochen soll die Baustelle beendet sein. „Damit sind wir schon deutlich schneller als gedacht“, sagt der Stadtwerkesprecher. „Anfangs hatten wir mit mindestens sechs Wochen gerechnet.“ Diese Prognose gilt allerdings unter Vorbehalt, denn das Wetter kann den Stadtwerkern bekanntermaßen immer mal einen Strich durch die Rechnung machen.

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