Ehrenamt

Essen: Hilfeverein unterstützt Flüchtlinge mit Patenschaften

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Der Essener Verein „Werden hilft“ betreut die im ehemaligen Kloster Schuir lebenden Geflüchteten.

Der Essener Verein „Werden hilft“ betreut die im ehemaligen Kloster Schuir lebenden Geflüchteten.

Foto: STEFAN AREND / FUNKE Foto Services

Essen-Werden.  Ein neuer Vorstand hat bei dem Essener Verein „Werden hilft“ den Staffelstab übernommen. Diese Projekte für Geflüchtete will man 2022 anstoßen.

  • Der Verein „Werden hilft“ ist seit vielen Jahren im Bereich der Flüchtlingshilfe in Essen aktiv.
  • Personell musste sich der Verein neu aufstellen.
  • Für 2022 haben sich die Ehrenamtler einiges vorgenommen. Hier die wichtigsten Projekte.

Der Verein „Werden hilft“ hat personell schwierige Monate hinter sich gebracht, startet aber mit Zuversicht ins Jahr 2022.

Nach dem Rücktritt der Vorsitzenden Ursula Lötzer und dem plötzlichen Tod der darauf folgenden Vorsitzenden Annette Dirkes konnte auf der kürzlich stattgefundenen Mitgliederversammlung ein neuer Vorstand ins Rennen gehen.

Das ist der neue Vorstand von „Werden hilft“

Einstimmig gewählt übernehmen Christiane Gregor als Vorsitzende, Heidi Trappmann-Klönne als Stellvertreterin, Peter Bruckmann und Ingrid Lucke-Kramer als Beisitzer sowie Jan-Peter Hazebrouck als Schatzmeister den Staffelstab.

Was wurde erreicht für die Geflüchteten im Corona-Jahr 2021? Im Kloster Schuir konnte in den Herbstferien ein Breakdance-Workshop für Kinder und Jugendliche durchgeführt werden, der weitere Hilfsangebote wie einen regelmäßigen Schwimmkurs und auch die Tanz-Fortführung mit sich brachte. Weiterhin wurde mit Hilfe der Kondolenzspenden anlässlich von Annette Dirkes Tod der von ihr lang ersehnte Computerraum im Kloster Schuir mit der fachkundigen Hilfe eines der Mentees eingerichtet.

Weitere Unterstützung ist willkommen

Offiziell in Betrieb genommen wird er erst im neuen Jahr, denn alle Angebote mussten aufgrund eines erneuten Betretungsverbots für Ehrenamtliche wegen der Corona-Lage unterbrochen werden. „Wir hoffen sehr, dass wir vor allem mit den Angeboten für die Kinder bald wieder starten können. Für Hausaufgabenbetreuung und auch die Fahrten zur Bibliothek können wir weitere Unterstützung gebrauchen“, betont Heidi Trappmann-Klönne.

Die Kleiderkammer in der Erstaufnahmeeinrichtung (EAE) im Overhammshof wird seit dem Lockdown durch die EAE selbst geführt, aber Aufrufe für Kleiderspenden sind weiter Aufgabe des Vereins. So wird momentan Kleidung vor allem für Kinder ab Größe 104 gebraucht.

Geflüchtete konnten sich als Dolmetscher einbringen

Die Hilfe, vor allem durch die Betreuung durch Paten, aber auch durch eine erweiterte Sprachausbildung, hat sich besonders bewährt. So konnten sich sechs der begleiteten Geflüchteten beim „Gutes Klima Festival 2021“ als Dolmetscher einbringen.

Der Erfolg dieser engen Unterstützung drückte sich auch in den Berichten von vier Mentees aus, die sich in den letzten drei bis fünf Jahren seit ihrer Ankunft in Deutschland beruflich und familiär etabliert haben. Auch 2022 will der Verein Menschen in ihrem Patenschaftsnetzwerk begleiten, den Geflüchteten im Kloster Schuir Hilfen anbieten und eigene Projekte anstoßen.

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