Umwelt

Essen: Die Luft wird auch an der Gladbecker Straße besser

An der Gladbecker Straße wurde der Grenzwert für Stickstoffdioxid 2019 erstmals seit Jahren eingehalten.

An der Gladbecker Straße wurde der Grenzwert für Stickstoffdioxid 2019 erstmals seit Jahren eingehalten.

Foto: Foto: STEFAN AREND

Essen.  Die Luftqualität hat sich 2019 in Essen verbessert. Nicht nur an der hochbelasteten Gladbecker Straße ist der Trend positiv.

Die Luftqualität hat sich 2019 weiter verbessert. Mit dieser positiven Nachricht wartet das Landesumweltministerium zum Jahresbeginn auf. So wurde der Grenzwert für Stickstoffdioxid von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft an der Gladbecker Straße erstmals seit Jahren eingehalten. Für eine Entwarnung ist es mit Blick auf mögliche Fahrverbote allerdings zu früh, denn an zahlreichen Messstellen steht die endgültige Auswertung für das zurückliegende Jahr noch aus. Die Tendenz lässt aber hoffen.

An der viel befahrenen Gladbecker Straße, ein so genannter Hotspot in Sachen schlechte Luft, lag die Belastung durch Stickstoffdioxid 2019 im Jahresmittel bei 38 Mikrogramm. 2018 waren noch durchschnittlich 42 Mikrogramm gemessen worden. Das Landesumweltamt unterhält an der Gladbecker Straße einen Messcontainer; die Luftbelastung wird dort rund um die Uhr erfasst.

Auch an der Alfredstraße ging die Belastung durch Stickstoffdioxid 2019 zurück

Auch an den drei anderen fest installierten Messstellen der Umweltbehörde wurden niedrigere Werte gemessen. An der Steeler Straße unweit des Autobahndreiecks Essen-Ost lag die Belastung im Jahresdurchschnitt bei 31 Mikrogramm (2018: 34) pro Kubikmeter Luft, in Essen-Schuir bei 25 Mikrogramm (2018: 25) und in Vogelheim, wo die Hintergrundbelastung erfasst wird, bei 24 Mikrogramm (2018: 24). Alle drei Standorte sind mit Blick auf etwaige Grenzwertüberschreitungen unkritisch.

An allen anderen Messstellen erfasst das Landesumweltamt die Luftbelastung mit Hilfe von Passivsammlern. In regelmäßigen Abständen werden Proben entnommen und im Abstand von vier Wochen ausgewertet. Für das zurückliegende Jahr liegen Ergebnisse für die ersten neun Monate vor. Das Landesumweltamt weist daraufhin, dass die Messwerte für die verbliebenen drei Monate des Jahres das Gesamtergebnis noch in die eine oder die andere Richtung entscheidend beeinflussen können.

Die bereits vorliegenden Messwerte geben immerhin Anlass zu vorsichtigen Optimismus. Das gilt allen voran für die Alfredstraße, wo die Stadt in diesem Jahr eine intelligente Ampelschaltung testen wird – in der Erwartung, dass der Grenzwert eingehalten wird. Dort wurden in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres durchschnittlich 39,2 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft gemessen. 2018 lag die Belastung durch Stickstoffdioxid im Jahresmittel noch bei 48 Mikrogramm.

An der Brückstraße in Werden wurden bis September durchschnittlich 38 Mikrogramm gemessen; das entspricht der Belastung im Jahr 2018. An der Abteistraße lag die Belastung bis einschließlich August bei durchschnittlich 36,4 Mikrogramm; Werte für September liegen nicht vor. 38 Mikrogramm waren es im Jahresmittel 2018.

Die abschließende Auswertung liegt laut Landesumweltamt im Mai 2020 vor

Überschritten wurde der Grenzwert an der Krayer Straße. Dort wurden in den ersten neun Monaten des zurückliegenden Jahrs durchschnittlich 41,4 Mikrogramm gemessen, 2018 waren es im Jahresdurchschnitt 42 Mikrogramm. Auch an der unmittelbar an der A 40 gelegenen Messstelle in Frohnhausen lag die Stickoxidbelastung mit 43,2 Kubikmetern über dem Grenzwert. 2018 war sie mit durchschnittlich 47 Mikrogramm aber deutlich höher.

Ob sich der positive Trend bestätigt, bleibt abzuwarten. Die abschließende Auswertung liegt laut Landesumweltamt voraussichtlich im Mai dieses Jahres vor. Experten weisen daraufhin, dass die witterungsbedingten Einflüsse auf die Luftqualität 2019 günstig gewesen seien.

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