Städtische Sportanlagen

Es gibt kein exklusives Recht für den Vereinssport

WAZ-Redakteur Marcus Schymiczek

WAZ-Redakteur Marcus Schymiczek

Foto: WAZ

Essen.   Die Vergabe von Nutzungszeiten für städtische Sportanlagen ist nicht mehr zeitgemäß. Die Stadt muss sich den Wünschen der Hobbysportler anpassen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Die Sportanlage an der Schillerwiese mag ihre besten Jahre hinter sich haben, und doch ist sie auf der Höhe der Zeit: Jeder der mag, kann dort Sport treiben, kann Platz und Duschen nutzen, ganz unkompliziert und unbürokratisch. So wie es sich Freizeitsportler wünschen.

Unter den städtischen Sportstätten ist die Schillerwiese damit leider eine Ausnahme. Laut Satzung stehen Plätze – und übrigens auch Sporthallen – zwar während der Öffnungszeiten nicht nur dem Vereinssport offen, sondern jedermann. Doch freie Trainingszeiten werden erst auf Antrag von der Verwaltung vergeben. Das ist weder bürgerfreundlich noch zeitgemäß.

Freizeitsportler organisieren sich lieber selbst

„Im Verein ist Sport am schönsten“, lautet ein jahrzehntealter Slogan. Das mag heute zutreffen wie damals. Und doch organisieren sich gerade Freizeitsportler oft lieber selbst, verabreden sich mit Gleichgesinnten spontan, ohne – auch das mag ein Grund sein – Verpflichtungen einzugehen, die das Vereinsleben nun mal mit sich bringt.

Die Stadt sollte dem Rechnung tragen, indem sie ihre Sportanlagen nach dem Beispiel der Schillerwiese auch Hobbysportlern öffnet. Das setzt voraus, dass am Personal nicht gespart wird. Ein Überblick über freie Nutzungszeiten, für jedermann einsehbar, wäre schon mal ein Anfang.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (1) Kommentar schreiben