„d.bar“

Eine alte Studentenkneipe in Holsterhausen wird erwachsen

Die Theke ist das zentrale Element der „d.bar“. Oliver Sidiropoulos setzt aber auch auf seine Küche, neuerdings schon ab 12 Uhr.

Die Theke ist das zentrale Element der „d.bar“. Oliver Sidiropoulos setzt aber auch auf seine Küche, neuerdings schon ab 12 Uhr.

Foto: Andre Hirtz

Essen-Holsterhausen.  Die „d.bar“ in Holsterhausen erweitert ihr Angebot. Vor zehn Jahren übernahm Oliver Sidiropoulos das Lokal und krempelte es um.

Es soll Nachbarn geben, die meinen, dass die „d.bar“ vor Jahren geschlossen wurde. „Das habe ich wirklich schon gehört“, sagt Inhaber Oliver Sidiropoulos. „Weil wir lange Zeit erst um 17 Uhr die Rollläden hochgezogen haben.“ Früher ging es an der Kahrstraße ohnehin erst abends rund, wenn sich die Studenten an die Bar setzten, die Musiker zu Sessions kamen. Sidiropoulos, der das Lokal vor zehn Jahren übernahm, wollte die Studentenkneipe weiterentwickeln. Bevor die Burger-Flut über Rüttenscheid hereinbrach, bot er schon die Bulette im Brötchen an. Jetzt erweitert er das Angebot wieder. „Man muss am Ball bleiben, auch nach zehn Jahren.“

Ohne den Schritt von der Studenten- und Musikkneipe in Richtung Speiselokal „wäre das hier wohl in Raten den Bach runtergegangen“, sagt Sidiropoulos. „Ich habe alles um 180 Grad gedreht, und die Leute haben es angenommen“, erzählt der Wirt. Noch immer könne man mit ein paar Drinks an der Theke der „d.bar“ versacken, „das ist kein Problem – und auch gewollt“, die Zahl der langjährigen Stammgäste würde das bestätigen. Doch Sidiropoulos freut sich, dass sein Lokal auch als Burger-Bar wahrgenommen wird.

Mittagstisch für den schnellen Stopp in der Pause

Aus der Küche werden nun aber auch andere Gerichte geschickt. „Das ist der nächste Schritt, den wir gehen mussten. Neben dem Abendgeschäft gibt es jetzt auch Mittagstisch“, erzählt Sidiropoulos. Seine „d.bar“ öffnet mit einer Mittagskarte um 12 Uhr für den schnellen Stopp in der Pause. „Pasta, Rindergulasch, Königsberger Klopse. Und man riecht nicht nach Fritteuse, wenn man wieder ins Büro geht.“

Die Gerichte hat er mit seinem italienischen Koch ausgeheckt. „Teilweise nach Omis Rezept“, sagt Sidiropoulos. Einen roten Faden soll man weiterhin auf der Abendkarte erkennen, um nicht in den „wilden Mischmasch“ früherer Tage zurückzufallen. „Aber auf der Mittagskarte toben wir uns aus.“ Das muss auch nach zehn Jahren noch sein.

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