Dachmarke

Ein Logo als Qualitätssiegel für das Kettwiger Lebensgefühl

Kaffeeröster Jörn Porankiwitz, Peter Marx und Martin Kryl (v.l.) vom Heimat- und Verkehrsverein Kettwig vor dem Altstadt-Ambiente. In der Kettwiger Rösterei gibt es ab sofort die „Kettwiger Mischung“ mit dem Stadtteil-Logo.

Kaffeeröster Jörn Porankiwitz, Peter Marx und Martin Kryl (v.l.) vom Heimat- und Verkehrsverein Kettwig vor dem Altstadt-Ambiente. In der Kettwiger Rösterei gibt es ab sofort die „Kettwiger Mischung“ mit dem Stadtteil-Logo.

Foto: Alexandra Roth / FFS

Essen-Kettwig.  Auf der „Kettwiger Mischung“ der im Stadtteil ansässigen Kaffeerösterei prangt die Dachmarke des Heimatvereins. Welche Botschaft dahinter steckt.

Mit einem pfiffigen Slogan und einem unverwechselbaren Logo zeigt Kettwig, warum es sich lohnt, im Stadtteil einzukaufen, seine Freizeit zu verbringen, zu feiern oder sogar zu wohnen – eben, „weil es viel schöner ist“.

Nun mag jeder andere Essener Einwohner das Gleiche von seinem Quartier und seinem Stadtteil denken und es auch genauso so empfinden – einzig die Kettwiger tragen ihr Credo ganz selbstbewusst nach außen: Seit 2017 gibt es das Kettwig-Logo auf Initiative des Heimat- und Verkehrsvereins (HVV) Kettwig. Es ist als Dachmarke für verschiedene Institutionen, Unternehmen und Aktivitäten konzipiert. Ziel ist es, vor allem die touristischen Angebote in der Gartenstadt besonders bekannt zu machen.

Ein Qualitätssiegel für Kettwig und seine Lebensart

Grafisch werden die zentralen imagebildenden Elemente des Stadtteils abgebildet: Das Logo zeigt die evangelische Kirche als Wahrzeichen, das prägnante Fachwerkhaus davor, sowie stilisiert die Ruhr und die grünen Flächen stellvertretend für das viele Grün und das bergige Naherholungsgebiet.

Verwenden sollen und können das Logo nicht nur im Stadtteil ansässige Gastronomen, Hotelbetriebe und Institutionen, sondern ebenso Kettwiger Vereine. „Wer das Logo nutzt, zeigt: Ich bin stolz darauf, ein Kettwiger zu sein und ich bin mir der Qualitäten bewusst, die Kettwig bietet“, sagt Peter Marx von der Agentur Nordis, die gemeinsam mit der Agentur 2+2 Kommunikation diese Dachmarke entwickelt hat.

Warum der Kettwiger Kaffee das Kettwiger Logo bekommen hat

Kaffeeröster Jörn Porankiwitz ist stolz darauf, ein Kettwiger zu sein – und verwendet seit neuestem das Logo für eines seiner Produkte. Vor einiger Zeit schon entwickelte er einen Kaffee mit Bohnen unter anderem aus Brasilien, Äthiopien und Guatemala, „die meinen Kunden sehr gefällt“. Prompt wurde das Heißgetränk aus 100 Prozent Arabica-Bohnen zur „Kettwiger Mischung“ gekürt.

Nun trägt die hellbraune Verpackung außerdem noch das Kettwig-Logo. „Wir freuen uns, wenn auf Produkten aus eigener Herstellung unsere Dachmarke zeigt, wo es herkommt, nämlich aus dem schönen Kettwig“, ist der HVV-Vorsitzende Martin Kryl begeistert.

Die Rückseite der Packung informiert über das „Gallische Dorf“

Der im Markett ansässige Kaffeeröster hat nicht nur das Logo verwendet, sondern erzählt auf der Rückseite der Verpackung etwas über „Kettwig, die grüne Mikropole des Reviers“, von der idyllischen Lage an der Biegung der Ruhr, der malerischen Altstadt und der speziellen Lebensart. Nicht unerwähnt lässt der 36-Jährige, dass andere diesen besonderen Stadtteil im Essener Süden schon mal als „Gallisches Dorf“ bezeichnen.

Porankiwitz, der seit 2007 die Kettwiger Rösterei betreibt, sieht hier seine Handwerkskunst mit einem besonderen Lebensgefühl verbunden. Schön fände er es, wenn jeder, der den würzig duftenden Inhalt konsumiere, dabei an den charmanten Spruch „Kettwig, weil es viel schöner ist“ denkt.

Der neue Vorstand des Heimat- und Verkehrsvereins

Ursprünglich war sie im Juni angesetzt, musste aber verschoben werden: die Jahreshauptversammlung des Heimat- und Verkehrsvereins (HVV) Kettwig. Am Freitag wurde sie nachgeholt. Neben den Tätigkeitsberichten standen vor allem Neuwahlen an.

Der geschäftsführende Vorstand besteht aus fünf Mitgliedern, von denen vier neu gewählt werden mussten. Martin Kryl wurde als Vorsitzender bestätigt; es ist seine dritte Amtsperiode. Auch Rita Forstmann bekam als Geschäftsführerin das Votum der Anwesenden. Nach dem Ausscheiden von Benno Pöhler und Hartmut Albrecht mussten die Positionen neu besetzt werden. So wurden Michael Bonmann als stellvertretender Vorsitzender und Peter Marx als Schatzmeister berufen.

Komplettiert wird der Vorstand durch den stellvertretenden Vorsitzenden Hans-Werner Heinrichs, dessen Amtszeit noch bis 2021 geht. Wiedergewählt in den Hauptvorstand wurde Rainer Wild. Kassenprüfer sind Ruth Maas, Kosmas Lazaridis und Gudrun Gottschalk.

Dank an die ehrenamtlichen Helfer

Im Jahr 2019 konnten 20 neue Mitglieder gewonnen werden, dagegen stehen 50 Abgänge, entweder verstorben, aus Altersgründen ausgetreten oder umgezogen. So beläuft sich der aktuelle Mitgliederbestand auf 674 Mitglieder.

2019 hatten zahlreiche Sitzungen des Vorstandes, so auch Teilnahmen an Sitzungen des Stadtverbandes, stattgefunden. Im Rahmen der Berichte der Ausschüsse ging es dann u.a. um die Stadtführer und Nachtwächter, deren Führungen sehr beliebt sind, dies gilt ebenso für die Gästebetreuer. Der Vorsitzende sprach seinen Dank an alle ehrenamtlichen Helfer aus. Diese pausieren momentan allerdings coronabedingt mit ihren Angeboten.

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