Kommentar

Ein „Ehrgefühl“, das nicht nur in Essen fehl am Platz ist

Ein Kommentar von Frank Stenglein, Redaktionsleiter der WAZ Essen.

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Ein Kommentar von Frank Stenglein, Redaktionsleiter der WAZ Essen. Foto: WAZ

Essen.  Das Mordkomplott eines syrischen Clans in Essen zeigt die Fehler der Asylpolitik. Es sind zu viele Menschen im Land, die hier nicht hingehören.

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Den ebenso fassungslosen wie klaren Aussagen der Essener Staatsanwälte und Polizisten ist anzumerken, dass der versuchte „Ehrenmord“ in Huttrop kein x-beliebiger Kriminalfall für sie ist. Verständlich. Die kulturell bedingte Selbstverständlichkeit ist verstörend, mit der ein syrischer Familienclan mitten in Essen meinte, sein durch und durch krankes „Ehrgefühl“ in Bezug auf Geschlechterbeziehungen mit einem brutalen Mordkomplott unterstreichen zu müssen.

Der Fall ist zudem eine bodenlose Unverschämtheit gegenüber dem Gastland, das diese so genannten Flüchtlinge aufnahm und seither in der Regel auf Kosten der Allgemeinheit versorgt. Alle Beteiligten wissen ganz genau, dass solche Verhaltensweisen in Deutschland höchst unerwünscht sind. Es kümmert sie nicht. Die Kulturen der Gewalt, vor denen sie angeblich fliehen mussten, sind mitgebracht worden und werden hier weiterhin ausgelebt – nicht von allen natürlich, aber von viel zu vielen.

Ein schwerer Fehler, so vielen Menschen die Einwanderung zu gestatten, die hier nicht hinpassen

Es zeigt sich immer wieder, dass dieses Land einen schweren Fehler gemacht hat, als es aus einen Humanitätsimpuls heraus die faktische Einwanderung gestattete (und weiter gestattet), ohne zu überprüfen, ob die Menschen auch hierhin passen. Gesetze, die diesen Holzweg zu zementieren helfen, können mittelfristig keinen Bestand haben – es sei denn, man will die Axt an dieses Gemeinwesen legen. Die Hoffnung, mit sozialarbeiterischen Mitteln ein Umdenken auf breiter Front zu bewirken, ist naiv, viel zu teuer und birgt unverantwortliche Risiken.

Es ist zudem an der Zeit, dass die Gutwilligen endlich einmal Zusammenhänge erkennen und ihre falsche Toleranz überdenken, die in Wahrheit nichts ist als das Relativieren von hart erkämpften Freiheitsrechten. Mit dem mehr oder weniger erzwungenen Kopftuch und dem Burkini fängt es an, mit Zwangshochzeiten geht es nicht selten weiter. Drohungen, körperliche Übergriffe und in letzter Konsequenz sogar „Ehrenmorde“ sind dann denkbare Eskalationsschritte, die aber alle im Kleinen beginnen.

Die Akzeptanz der Parallelwelten ist längst passiert

Festzuhalten ist: Das Geschlechterverständnis vieler Zuwanderer aus islamisch geprägten Kulturen ist rückständig und freiheitsfeindlich und hat in einer modernen Gesellschaft nichts verloren. Es ist immer wieder erstaunlich, dass dieser Umstand gerade von solchen Zeitgenossen verniedlicht oder gar geleugnet wird, die ihre emanzipatorischen Einstellungen sonst wie eine Monstranz vor sich hertragen.

„Wir dürfen uns es als Gesellschaft nicht erlauben, diese Parallelwelten zu akzeptieren“, sagt der Polizeipräsident. Das ist leider längst geschehen und kaum noch zurückzudrehen. Umso wichtiger wäre es, dass wenigstens der weitere Zuwachs gestoppt wird; und dass überführte Straftäter konsequent das Land verlassen müssen.

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