Müll-Entsorgung

Eigene Containerfirma: Essen ordnet Entsorgungsbetriebe neu

Das gewerbliche Container-Geschäft wird in Essen von der hoheitlichen kommunalen Müll-Entsorgung abgespalten: Auftakt dafür, Remondis als privaten Miteigentümer der Entsorgungsbetriebe loszuwerden.

Das gewerbliche Container-Geschäft wird in Essen von der hoheitlichen kommunalen Müll-Entsorgung abgespalten: Auftakt dafür, Remondis als privaten Miteigentümer der Entsorgungsbetriebe loszuwerden.

Foto: Uwe Möller

Essen.   Die Stadt kauft ihrer eigenen Tochterfirma EVV die Firmenanteile an den Entsorgungsbetrieben ab: Der Anfang vom Ausstieg für Remondis.

Die zu 100 Prozent städtische Tochtergesellschaft EVV will ihren 51-Prozent-Anteil an den Entsorgungsbetrieben Essen (EBE) an die Stadt verkaufen: Was aussieht wie ein Geschäft von der rechten in die linken Tasche, legt in Wahrheit bereits den Grundstock für einen Ausstieg des privaten EBE-Gesellschafters Remondis Ende des Jahres 2023.

Denn zeitgleich planen die Entsorgungsbetriebe ihrerseits die Gründung einer Tochterfirma, in der das rein gewerbliche Container-Geschäft gebündelt und damit von der hoheitlichen kommunalen Müll-Entsorgung abgespalten werden soll.

51-Prozent-Anteil ist 53,2 Millionen Euro wert

Die Container-Sparte kommt mit rund 70 Mitarbeitern auf einen Jahresumsatz von etwa 18,6 Millionen Euro und soll in fünf Jahren komplett an Remondis veräußert werden. Sorgen um ihren Job müssen sich die Mitarbeiter nicht machen: Laut Stadt ist ein Rückkehrrecht zur EBE vereinbart, wobei freiwerdende Stellen dort Zug um Zug der alten Belegschaft angeboten werden.

Der Verkauf des EBE-Anteils an die Stadt soll die Entscheidungswege verkürzen und das komplexe Tochterfirmen-Geflecht transparenter machen. Zum Start gilt das bereits für den Unternehmenswert: Für den 51-Prozent-Anteil an der EBE zahlt die Stadt 53,2 Millionen Euro.

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