Widia

Dutzende Arbeitsplätze bei Kennametal Widia in Gefahr

Das Kennametall-Werk an der Münchener Straße.

Das Kennametall-Werk an der Münchener Straße.

Essen.   Der Widia-Mutterkonzern plant offenbar die Verlagerung und Schließung von Teilen der Hartmetall-Produktion in Essen. Die Belegschaft protestiert am Freitag.

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IG Metall Essen und der Betriebsrat vom Hartmetall-Hersteller Kennametal Widia schlagen Alarm: Die US-Konzernmutter plant offenbar die Schließung bzw. Verlagerung von Teilen der Produktion in Essen. Eine Unternehmenssprecherin bestätigte entsprechende Überlegungen.

Wenn sich die Pläne bewahrheiten, so der Betriebsratschef Wolfgang Freye, seien in Essen bis zu 70 Arbeitsplätze in Gefahr. „Für uns kam die Ankündigung völlig überraschend“, sagte Freye. Die Belegschaft wird sich am Freitag zu einer Protestkundgebung versammeln.

Laut Betriebsrat will die US-Mutter nach 91 Jahren den Ursprung der Widia, die Mischungsfertigung, Mitte kommenden Jahres schließen. Die Sorge: Die Mischungsfertigung bildet die Grundlage für die Herstellung von Hartmetall, die Essener hätten somit keinen Einfluss mehr auf die gelieferte Qualität. Außerdem denke die US-Konzernzentrale darüber nach, die Stäbefertigung in Essen zu schließen und nach China und an den bayrischen Standort zu verlagern. Das Unternehmen habe Kostengründe dafür angeführt.

Bei Widia sind zur Zeit noch rund 450 Mitarbeiter beschäftigt. Das Unternehmen feierte erst vor einigen Monaten mit einem Mitarbeiterfest seinen 90. Geburtstag. Es wurde 1926 als Werk des Krupp-Konzerns gegründet. Widia zählt bis heute zu den größten Industriebetrieben der Stadt.

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