Gastronomie

Diese Essener Restaurants bieten nachhaltige Speisen an

Rebecca und Iwona arbeiten im Sattgrün in Essen.

Rebecca und Iwona arbeiten im Sattgrün in Essen.

Foto: Christof Koepsel

Essen.   Nachhaltig leben – das wollen viele. Doch wo soll man anfangen? In Essen gibt es viele Möglichkeiten, wir stellen sie vor. Teil 3: Gastronomie.

Regional oder vegan zu kochen, stellt für viele anfangs eine Herausforderung dar. Entspannter ist es, sich einfach bekochen zu lassen – und ganz nebenbei noch etwas für die Umwelt und das Tierwohl zu tun. In Essen gibt es eine Vielzahl an Restaurants, die vegane Alternativen anbieten oder auf bio und regionale Zutaten Wert legen. Eine Auswahl:

Buntes Buffet im „Sattgrün“ in der Innenstadt

Im „Sattgrün“ können Gäste aus einem bunten Buffet aus warmen und kalten Gerichten wählen. Das Angebot ist vielfältig: Süßkartoffel-Kokos-Suppe, Linsensalat, Paprikagulasch und zum Nachtisch ein Stück Zitronenkuchen.

Alles ist komplett vegan. Auch gentechnisch veränderte Lebensmittel kommen hier nicht in den Topf. Und Coffee To Go gibt es in der umweltbewussten Version: Die Becher, aber auch Strohhalme und Besteck, sind biologisch abbaubar.

Infos kurz und knapp:

  • Rathenaustraße 2
  • Öffnungszeiten: Mo-So 12-23 Uhr

Vegane Würstchen aus Handarbeit bei „Pans Bebop“ in Rüttenscheid

Hot Dogs ohne Wurst? Burger ohne Fleisch? Das kommt nicht für jeden in Frage. „Pans Bebop“ lässt seinen Gästen die Wahl. Wer die vegetarische oder vegane Variante bevorzugt, bekommt veganes Schnitzel oder pflanzliche Wurst serviert. Die „Vurst“ entsteht in Handarbeit.

Wenn das keine Option ist, gibt es Hühnchen, Rind und Wurst von einer Essener Bio-Fleischerei. „Bei unseren Zutaten legen wir großen Wert auf regionale Bezug“, erklärt Restaurantleiterin Wiebke Wolf. Nachhaltig sind auch die To-Go-Verpackungen – sie sind ökologisch abbaubar.

Infos kurz und knapp:

  • Alfredstraße 64
  • Öffnungszeiten: Di-Fr 17-22 Uhr, Sa-So 10-22 Uhr

Speisen mit einem Hauch Astrologie im „Zodiac“ in Rüttenscheid

Die Tür zum „Zodiac“ öffnet den Weg in eine kleine Oase. Überall stehen und hängen grüne Pflanzen, das Licht ist gedämpft und man wird mit einem warmen Lächeln begrüßt. Zwölf Tische stehen in dem Restaurant in Rüttenscheid. Vegetarische und vegane Speisen aus zwölf Ländern listet die Speisekarte. Alle Zutaten stammen aus kontrolliert biologischem Anbau.

Offensichtlich spielt die Zahl Zwölf in diesem Restaurant eine wichtige Rolle. Wie der Name schon vermuten lässt, ist im „Zodiac“ alles nach den zwölf Tierkreiszeichen ausgerichtet. So gibt es etwa Widder- und Schütze-Pizza. Und wer mehr über Sternzeichen erfahren möchte, kann nach dem Essen noch in dicken Horoskop-Büchern schmökern.

Infos kurz und knapp:

  • Witteringstraße 41
  • Öffnungszeiten: Fr-Mi 18-24 Uhr (Küche bis 23 Uhr)

Kaffee, Kuchen und Snacks in der „Dankbar“ in Frohnhausen

Wer gerne mal den veganen Lebensstil ausprobieren möchte, aber absolut nicht auf Torte, Cupcakes und Cookies verzichten will, muss das auch nicht. Denn in der „Dankbar“ gibt es Apfelkuchen, Snickers-Torte und viele andere süße Sünden – komplett vegan.

Die Karte verspricht aber noch mehr: Suppe, Bagels, am Wochenende Frühstück bietet Petra Fatondji in dem kleinen Café mit bunt getäfelter Decke an. Alles rein pflanzlich, selbst gemacht, viel bio und möglichst ohne Weizen.

Mitnehmen kann man die Gerichte auch – in kompostierbaren To-Go-Behältern. Die „Dankbar“ macht außerdem beim „Cup for Cup“-Pfandsystem mit.

Infos kurz und knapp:

  • Lüneburger Str. 2
  • Öffnungszeiten: Di-Do 12-19 Uhr, Fr-Sa 10-18 Uhr, So 10-17 Uhr

Regionales und Exotisches im „Farbenfroh“ in Rüttenscheid

Vegan essen wie im Sterne-Restaurant – das Gefühl vermittelt das „Farbenfroh“ an der Franziskastraße. Auf der Speisekarte stehen mal gefüllte Polenta mit Grünkohl in Senfsoße, mal Pastinake und Chicorée mit Grapefuit-Gin-Dressing. „Unsere Abendkarte wechselt alle zwei Monate“, erklärt Inhaberin Katy Reichelt. „Daher können wir möglichst saisonal und regional arbeiten.“

Plastik vermeiden: Praktische Tipps für den Alltag

Ganz auf Plastik verzichten können wir zwar nicht. Aber überflüssiger Plastikmüll lässt sich im Alltag vermeiden. Hier kommen unsere Tipps.
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Oft kombiniert sie regionale Zutaten mit exotischen Früchten wie Mango oder der Jackfrucht. Hübsch angerichtet kommen die ausgefallenen Kreationen dann auf den Tisch. Sonntags gibt es im „Farbenfroh“ außerdem Frühstück.

Infos kurz und knapp:

  • Franziskastraße 69
  • Öffnungszeiten: Mi-Do 18-22 Uhr, Fr-Sa 18-23 Uhr, So 10-14.30 Uhr und 17-21 Uhr

Essen und Einkaufen im „Café Fleischlos“ in Borbeck

Der Name verrät es schon: Im „Café Fleischlos“ gibt es eigentlich alles, nur kein Fleisch und auch sonst keinerlei Tierprodukte. Dafür vegane Cupcakes, Torte, Sandwiches und montags bis freitags auch Mittagessen. Samstags steht veganes Frühstück auf der Speisekarte.

Doch das „Café Fleischlos“ lädt nicht nur zum Speisen ein. In den Regalen finden Kunden außerdem Aufstrich, pflanzliche Sahne, Veggie-Wurst und andere vegane Lebensmittel.

Infos kurz und knapp:

  • Weidkamp 5
  • Öffnungszeiten: Mo-Fr 11-18 Uhr, Sa 10-13 Uhr

Zwischen Asien und Ruhrpottkneipe im „Peace Food“ in Schonnebeck

Asiatisch essen gehen – da denken viele zuerst an Ente süß-sauer, Fisch und Hühnchen-Curry. All das gibt es auch im „Peace Food“, allerdings in vegan. In dem rustikal anmutenden Restaurant, das früher wohl mal eine typische Ruhrgebiets-Eckkneipe war, können Pflanzenfreunde aber nicht nur Klassiker der vietnamesischen Küche bestellen. Auch vegane, asiatische Burger stehen auf der Speisekarte. Für die passende Atmosphäre sorgen etwa landestypische Deko, ein Altar und kleine Bambusboote für das Besteck.

Infos kurz und knapp:

  • Huestraße 74
  • Öffnungszeiten: Di-Fr 11.30-14.30, 17-21.30 Uhr, Sa-So 13-21.30 Uhr

Den ersten und zweiten Teil der Nachhaltigkeitsserie gibt es hier:
Wo man in Essen nachhaltig einkaufen kann
Wo man in Essen nachhaltige und faire Mode kaufen kann

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