Sicherheit

Die Waldbrandgefahr in und rund um Essen ist gestiegen

Der Schellenberger Wald ist nach wie vor ein beliebtes Ziel für Spaziergänger. Wegen der anhaltenden Trockenheit ist die Waldbrandgefahr gestiegen.

Foto: Knut Vahlensieck

Der Schellenberger Wald ist nach wie vor ein beliebtes Ziel für Spaziergänger. Wegen der anhaltenden Trockenheit ist die Waldbrandgefahr gestiegen. Foto: Knut Vahlensieck

Essen.   Die Waldbrandgefahr in Essen ist gestiegen. Der Deutsche Wetterdienst kündigt für Dienstag Stufe 4 an. Und es bleibt heiß.

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In Essen steigt die Waldbrandgefahr. Die Station Bredeney des Deutschen Wetterdienstes stuft den Warnindex für Dienstag von 3 auf 4 (hohe Gefahr) hoch. Das ist die zweithöchste Risiko-Stufe. Die Feuerwehr, Grün und Gruga Essen sowie das Regionalforstamt Ruhrgebiet mahnen zu erhöhter Vorsicht und appellieren an alle Spaziergänger, auch kleinere Feuer sofort unter der Notrufnummer 112 zu melden.

Michael Börth vom Regionalforstamt Ruhrgebiet kündigte an, für das kommende Wochenende den Waldbrandeinsatzplan zu aktivieren und eine Rufbereitschaft einzurichten, damit die Mitarbeiter jederzeit für die Retter erreichbar sind. „Wenn die Hitze auch nächste Woche noch anhält, dann könnte die Waldbrandgefahr weiter rapide ansteigen“, sagte Börth. Auch ein Schauer oder ein Gewitter zwischendurch wird „nicht zur Durchfeuchtung des Bodens führen.“

Rufbereitschaft für die Förster im Ruhrgebiet

„Und die richtige Hitze kommt noch“, sagte Feuerwehr-Sprecher Mike Filzen voraus. Der Sommer hat - kalendarisch betrachtet - ja noch gar nicht angefangen. Der Grasbrandindex hat aber schon längst die Stufe 4 von 5 erreicht. „Jedem sollte bewusst sein, dass schon ein Funke reicht, um ein Feuer im Wald oder auf dem Feld zu entfachen“, mahnte Filzen.

Eckhard Spengler, Sprecher bei Grün und Gruga Essen (GGE) bittet die Waldbesucher, ihr Auto nicht auf einer trockenen Grasfläche zu parken. „Der Katalysator des Autos ist so heiß, dass dann ein Feuer entstehen kann“, warnte er.

Jeder Brand muss sofort gemeldet werden

Auch sei es gefährlich, Flaschen oder gar Scherben im Wald zurückzulassen. „Die wirken wie ein Brennglas“, so Spengler. Verboten ist das Rauchen sowie jegliches offenes Feuer im Wald. Beim Grillen muss eine Abstandsfläche von mindestens hundert Metern bis zum Waldrand eingehalten werden.

Wer der Feuerwehr einen Brand meldet, sollte möglichst genau den Aufenthaltsort nennen. Das ist zwar in einem Waldgebiet nicht immer einfach, hier aber hilft ein Blick auf die Navigationskarte des Handys, auf der der aktuelle Standort zu erkennen ist und dem Disponenten der Feuerwehr am Telefon beschrieben werden kann.

Die anhaltende Trockenheit macht inzwischen auch den Wald- und Straßenbäumen zu schaffen. Die Bäume werden anfälliger dafür, von Schädlingen befallen zu werden, so Eckhard Spengler. „Sie können sogar einen Sonnenbrand bekommen.“ So vertrocknete bei Buchen die Rinde, die nach dem verheerenden Ela-Orkan vor drei Jahren ungeschützt der Sonne ausgesetzt waren. Bei Neupflanzungen am Straßenrand und in Parkanlagen steuert Grün und Gruga dagegen. Die Stämme erhalten einen weißlichen oder gräulich-gelben Anstrich. Ein Sonnenschutzmittel für Bäume.

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