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Die Waffenamnestie war in Essen eher ein Schuss in den Ofen

Polizeisprecherin Sandra Steinbrock mit abgegebenen Waffen in der Asservatenkammer. Foto:von Born

Polizeisprecherin Sandra Steinbrock mit abgegebenen Waffen in der Asservatenkammer. Foto:von Born

Essen.   Drei Wochen vor Ende der straffreien Rückgabe landeten bei der Polizei rund 100 verbotene Gegenstände. Zum Vergleich: Im Jahr 2009 waren es 2190.

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Die offizielle Frist läuft zwar erst am 1. Juli ab. Doch schon jetzt kann die Essener Polizei eine Bilanz der einjährigen Waffenamnestie ziehen – und die fällt recht mager aus: Gerade einmal 114 der verbotenen Gegenstände landeten in der Asservatenkammer des Präsidiums an der Büscherstraße. Zum Vergleich: Bei der letzten Waffenamnestie im Jahr 2009 hatten die Essener noch 2190 Waffen abgegeben.

Warum die Wiederauflage der straffreien Rückgabe illegaler Revolver, Pistolen, Gewehre, Munition, Totschläger, Messer & Co. damit eher ein Schuss in den Ofen war, kann die Polizei nur vermuten. Der Hauptgrund, so Sprecherin Annika Koenig, dürfte wohl sein, dass bei der Aktion vor neun Jahren bereits der überwiegende Teil der illegalen Waffen abgegeben wurde und der Bestand inzwischen wohl nicht mehr so groß sei.

Polizei nimmt noch weitere Waffen entgegen

Drei Wochen vor Ablauf der Frist hat die Essener Behörde am Mittwoch noch einmal auf die Möglichkeit zur Waffenabgabe hingewiesen.

Wer schnell noch etwas loswerden möchte, kann sich mit einem Verweis auf die Amnestieregelung bei der Fachdienststelle für Waffenrecht melden, die direkt neben dem Polizeipräsidium an der Büscherstraße 8 zu finden ist. Die Öffnungszeiten sind Montag und Dienstag von 8 bis 11 Uhr, Donnerstag von 7.30 Uhr bis 10.30 Uhr sowie von 13 Uhr bis 14.30 Uhr. (j.m.)

Weitere Infos gibt’s unter www.essen.polizei.nrw.

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