Nahverkehr

Die Ruhrbahn eröffnet ihre zweite Mobilstation in Essen

Eröffneten die zweite Mobilstation in Essen (v.l.): Michael Feller (Ruhrbahn), Umweltdezernentin Simone Raskob und Uwe Bonan (Ruhrbahn).

Eröffneten die zweite Mobilstation in Essen (v.l.): Michael Feller (Ruhrbahn), Umweltdezernentin Simone Raskob und Uwe Bonan (Ruhrbahn).

Foto: Socrates Tassos

Essen.   Die Ruhrbahn will ein Netz von Mobilstationen spannen, an denen Kunden Autos und Fahrräder ausleihen. In Steele steht jetzt die zweite Station.

Die Ruhrbahn will ihr Netz an Mobilstationen, an denen Fahrgäste problemlos auf Leihräder, Mietwagen, Bus, Bahn oder Taxi umsteigen können, weiter ausbauen – und erhofft sich dadurch einen deutlichen Kundenzuwachs. In einem ersten Schritt sind insgesamt zehn dieser Stationen geplant. Die erst vor wenigen Wochen eröffnete Mobilstation am Landgericht werde bereits gut angenommen, berichtet Projektleiter Georg Grindau. Am Dienstag ist d die zweite und bisher größte am S-Bahnhof Steele eröffnet worden.

Der Verkehrsplatz am S-Bahn-Halt Steele ist mit täglich 20 000 Ein- und Aussteigern nach dem Hauptbahnhof der zweitgrößte Knotenpunkt, betont Ruhrbahn-Vorstand Michael Feller. Drei S-Bahn-, zwei Tram und zehn Bus-Linien verkehren dort, ebenso vier Nachtexpress-Linien. Die am Taxiplatz errichtete Mobilstation ergänzt nun das Angebot: Dort ist Platz für acht Leihräder von Nextbike und drei Leihwagen vom Carsharing-Anbieter „Stadtmobil“.

Weitere Mobilstation in Rüttenscheid geplant

Im nächsten Jahr ist eine weitere Mobilstation auf der Florastraße in Rüttenscheid geplant. Dort könnte das Angebot der Ruhrbahn vor allem wegen des starken Parkdrucks auf Zuspruch stoßen. Im Gespräch ist auch eine Mobilstation vor dem Haupteingang der Messe. Im Jahre 2019 wird zudem mit der Eröffnung des neuen Zentralen Omnibusbahnhofes Kupferdreh eine weitere Mobilstation in Betrieb genommen.

Ruhrbahn-Vorstand Uwe Bonan ist vom Verbund-Konzept überzeugt. „Jeder kann das Angebot nutzen, worauf er Lust und Laune hat.“ Die Ruhrbahn sieht sich hier als „Mobilitätsdienstleister“. Erleichtert werde die kombinierte Nutzung für die Kunden durch die App der Ruhrbahn, mit der Leihräder und -autos gemietet werden können.

Stadt Essen plädiert für Elektro-Leihräder

Es gehe um die Verfügbarkeit verschiedener Verkehrsmittel und nicht darum, ein Auto zu besitzen, betont Umweltdezernentin Simone Raskob. „Das eigene Auto braucht man nicht mehr.“ Sie plädiert dafür, dass auch Elektroräder in Essen ausgeliehen werden können. Eine Ladestation ist 2018 an der Mobilstation Steele geplant, eine weitere soll es am Busbahnhof Kupferdreh geben.

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