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Die Polizei kann in Essen noch nicht aufs Rad steigen

Für die Fahrrad-Streifen benötigt die Polizei eine spezielle Uniform. Ohne die können sich die Beamten nicht auf den Sattel schwingen.

Foto: Dirk Bauer

Für die Fahrrad-Streifen benötigt die Polizei eine spezielle Uniform. Ohne die können sich die Beamten nicht auf den Sattel schwingen. Foto: Dirk Bauer

Essen.   Die Essener Polizei will mit Fahrrad-Streifen die Radwege überwachen. Die angeforderten Räder sind schon da, aber die Bekleidung fehlt.

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Die Fahrrad-Saison hat längst begonnen, der bundesweite Wettbewerb „Stadtradeln“ neigt sich bereits dem Ende zu und findet am Freitag mit der Aktion „Nachtradeln“, die um 21 Uhr auf dem Willy-Brandt-Platz startet und auf 25 Kilometern nach Gelsenkirchen führt, seinen traditionellen Abschluss. Nur die Essener Polizei tritt nicht in die Pedale. Die vor Wochen angekündigten Fahrrad-Streifen können sich noch nicht auf den Sattel schwingen. Sie warten auf ihre neue, längst bestellte Dienstbekleidung. Ihre normale Polizeiuniform eignet sich fürs Radeln nicht.

Zwar gibt es längst eine einheitliche Outdoor-Bekleidung mit dem dazugehörigen Equipment für Fahrrad-Staffeln der Polizei. Aber die muss für jeden ausgesuchten Beamten gesondert bestellt werden. Und zwar bei der Landeszentrale für Polizeiliche Dienste (LZPD) in Duisburg.

Polizei muss auf Dienstbekleidung warten

Und dort geht es nicht so schnell wie bei einem Herrenausstatter. Erst vor zwei Wochen ist die Essener Polizei vertröstet worden. „Wir hoffen jetzt auf jeden Tag“, erklärt Polizeisprecher Christoph Wickhorst. „Unsere Kollegen sind ganz heiß darauf, mit dem Fahrrad starten zu können.“ Die dafür vier bestellten elektrobetriebenen Polizei-Pedelecs (Gesamtpreis: 14 000 Euro) wurden bereits im vergangenen Monat ausgeliefert.

Zwar verfügt die Essener Polizei auch über Fahrrad-Bekleidung, aber nur für Beamte der Einsatzhundertschaft, die wegen zahlreicher Großeinsätze kaum Zeit für Patrouillen mit dem Fahrrad haben. Diese Aufgabe soll nun der Verkehrsdienst der Essener Polizei übernehmen, dem dafür der passende Dress noch fehlt.

Essener Polizei will Radwege überwachen

Sobald die angeforderte Ware eingetroffen ist, will Polizeidirektor Wolfgang Packmohr die Doppel-Fahrradstreifen losschicken, um vor allem die bereits fertiggestellten Abschnitte des Radschnellweges RS1 und andere stark frequentierte Rad-Trassen zu überwachen. Dort kommt es immer wieder zu gefährlichen Situationen und Beinahe-Zusammenstößen zwischen Radfahrern, Spaziergängern und Hundehaltern. Auch will die Polizei konsequent gegen Falschparker vorgehen, die Radwege blockieren.

Die Initiative des Essener Polizeipräsidiums, das die Verkehrsteilnehmer zu mehr Rücksicht ermahnt, wird auch vom Essener Fahrradclub ADFC sowie von der Verkehrswacht unterstützt.

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