Telefonaktion

Die Mechanik ist das A und O beim Schutz gegen Einbrecher

Heinz Stiefken-Badin (li.) und Michael Fuchß standen den Lesern am Telefon Rede und Antwort beim Thema Einbruchschutz. Foto:Socrates Tassos

Heinz Stiefken-Badin (li.) und Michael Fuchß standen den Lesern am Telefon Rede und Antwort beim Thema Einbruchschutz. Foto:Socrates Tassos

Essen.   Die beiden Essener Kriminalhauptkommissare Heinz Stiefken-Badin und Michael Fuchß gaben am Lesertelefon Auskunft zum Einbruchschutz und Tipps.

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Beleuchtung am und im Haus besser an als aus, ein Radio, das läuft, ein TV-Simulator, der flimmert wie ein Fernseher, bis hin zu sogenannten Smarthome-Systemen, die Auffälligkeiten in der Wohnung live aufs Handy senden können – es gibt inzwischen viele technische Möglichkeiten, die Einbrecher irritieren und womöglich auch von einer Tat abhalten können.

Doch das A und O des Einbruchschutzes ist nach wie vor die richtige mechanische Sicherung von Türen und Fenstern. Denn modernste Elektronik hin oder her: Nur mit widerstandsfähigen Riegeln, Sperren und Schlössern auf und in massiven Rahmen ist ein Einbrecher wirksam aufzuhalten.

Nachträglicher Einbau der technischen Elemente

Dies wurde bei der Lesertelefon-Aktion zum Thema Einbruchschutz im Rahmen der landesweiten polizeilichen Mottowoche „Riegel vor – sicher ist sicherer“ mit den Kriminalhauptkommissaren Heinz Stiefken-Badin und Michael Fuchs am Mittwochnachmittag einmal mehr deutlich. „Elektronische Sicherungen finde ich gar nicht so schlecht“, erläutert Stiefken-Badin einer Anruferin zwar. Jedoch: „Aber wirklich nur als sinnvolle Ergänzung zu der richtigen Mechanik.“

Bei einer solchen Nachrüstung müssen nicht zwingend die bereits verbauten Türen und Fenster ausgetauscht werden, sondern auch durch den nachträglichen Einbau der technischen Elemente kann deutlich mehr Sicherheit erreicht werden – das können feste Verbindungen zwischen Fensterflügel und Rahmen sein oder Mechanikbänder an den Schließseiten von Türen.

Die Suche nach der besten Lösung

„Am besten schauen sie mal in unserer Beratungsstelle an der Büscherstraße vorbei“, fordern die beiden Kripobeamten viele der Anrufer auf. Denn oft ist der geschilderte Einzelfall zu speziell, um am Telefon gleich die richtige Lösung parat zu haben – etwa, ob die alte Kellertür einem Kuhfuß lange genug standhalten kann, eine neue stabilere her muss, oder ein Stahlgittertor davor nicht vielleicht doch die bessere Lösung wäre. Oft sind es Terrassentüren oder Hintereingänge, die die Bewohner als Schwachpunkte erkennen. Doch die können einen Einbrecher auch in den ersten Stock locken: Wenn dort ein Fenster auf Kipp steht, nutzt im Erdgeschoss die beste Sicherung nichts.

„Die Leute gehen oft von ihrer eigenen Fitness aus und können sich nicht vorstellen, dass Täter auch über Regenfallrohre in obere Etagen gelangen können“, sagt Michael Fuchß von der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle, die im Rahmen der aktuellen Aktionswoche auch längere Öffnungszeiten bietet: Heute von 9 bis 18 Uhr und Samstag von 9 bis 14 Uhr.

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