Kirchenschließung

Die katholische Kirche St. Marien in Karnap wird geschlossen

Die katholische Kirche St. Marien liegt am Meersternweg in Karnap.

Die katholische Kirche St. Marien liegt am Meersternweg in Karnap.

Foto: Michael Gohl

Essen.  2019 wird die Kirche St. Marien in Karnap geschlossen. Um das Gemeindezentrum zu retten, sucht der Förderverein nun nach Sponsoren.

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Die katholische Kirche St. Marien in Karnap wird im Februar 2019 geschlossen. Der feierliche Abschiedsgottesdienst findet am Sonntag, 10. Februar, statt. Das haben jetzt Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat der Pfarrei St. Hippolytus in Gelsenkirchen-Horst beschlossen. Die Mitglieder der Pfarrei wurden am Wochenende durch Kanzelverkündigung über die Beschlüsse informiert.

Ursprünglich sollte die St. Marien-Kirche bereits 2017geschlossen werden, dann verzögerte sich das Verfahren. Der Verein der Förderer und Freunde der Kirche St. Marien setzt sich nun für den Erhalt des Gemeindezentrums am Meersternweg ein. In einem Brief an alle katholischen Haushalte im Stadtteil wirbt der Vorstand um Vorsitzenden Berthold Hiegemann um finanzielle Unterstützung. Pro Jahr fallen Unterhaltskosten von über 15.000 Euro an, von denen der Förderverein selbst 10.000 Euro durch Vermietung und Veranstaltungen erwirtschaftet. Den Rest gibt bisher die Kirchengemeinde dazu. Nur durch den Erhalt des Gemeindezentrums sei es möglich, „weiterhin katholische Gottesdienste in Karnap zu feiern, den noch vorhandenen Gruppen und Gremien eine Heimat und nicht zuletzt den Bürgern von Karnap einen Veranstaltungsort für Feste und Feiern zu bieten“, heißt es in dem Brief.

Geringe Mitgliederzahl des Förderverein

Erschwert wird die Suche nach Sponsoren für den Erhalt des Gemeindezentrums durch die geringe Mitgliederzahl des Fördervereins von derzeit 90 Personen. „Bei einer Zahl von allein rund 2000 Katholiken und rund 8000 Bürgern vor Ort kann man diesen Verein nicht wirklich als repräsentativ ansehen“, weiß auch Hiegemann. Der Vorstand hält es aber für falsch, das Gemeindezentrum abzureißen und sich in Richtung Horst oder Altenessen zu orientieren.

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