Fußball

Die Fußballer des TuS Holsterhausen brauchen mehr Platz

Der öffentliche Ascheplatz neben der Anlage des TuS Holsterhausen werde kaum genutzt, sagt Ingo Schwarz vom Vereinsvorstand. Hier könnten die Nachwuchsfußballer nach einem Umbau trainieren.

Der öffentliche Ascheplatz neben der Anlage des TuS Holsterhausen werde kaum genutzt, sagt Ingo Schwarz vom Vereinsvorstand. Hier könnten die Nachwuchsfußballer nach einem Umbau trainieren.

Foto: Stefan Arend

Essen-Holsterhausen.  Auf der Anlage des TuS Holsterhausen drängeln sich die Jugendmannschaften. Der Verein würde gerne wachsen, doch die Stadt regt sich nicht.

Ein Dutzend Teams von den Bambini bis zur E-Jugend: Sorgen um den Nachwuchs muss sich der TuS Holsterhausen nicht machen. Doch der Fußballverein hat ein Platzproblem. Auf der vor sechs Jahren eingeweihten Kunstrasenanlage des Vereins am Universitätsklinikum stehen sich zu den Trainingszeiten die kleinen Kicker auf den Füßen. Insgesamt 18 Jugendmannschaften, sechs Seniorenteams und die Walking Footballer müssen sich den Platz teilen – während ein öffentlicher Ascheplatz nebenan kaum bespielt wird. Der Verein legte deshalb vor einem Jahr ein Umbau- und Nutzungskonzept vor, dem die Stadtteilpolitik zustimmte. Seitdem liegt der Ball bei der Verwaltung, doch die regt sich nicht.

Der Vorschlag des Vereins: Nach einem Umbau des Ascheplatzes zu einem kleinen Kunstrasenplatz soll der TuS zu seinen Trainingszeiten am Nachmittag und Abend die Fläche bevorzugt nutzen. In der übrigen Zeit bleibt er für die Allgemeinheit geöffnet. Und Kunstrasen müsse es sein, da man die kleinen Kicker nicht auf Asche trainieren lassen wolle. „Es geht nicht darum, ein Tor vor den Platz zu setzen und zu sagen: Das gehört jetzt uns“, erklärt Ingo Schwarz vom Vorstand des Vereins. „Unser Ziel ist es, das Beste aus den wenigen Bewegungs- und Spielflächen im Stadtteil zu machen.“ Ein zusätzlicher öffentlicher Kunstrasenplatz in Holsterhausen sei auch für Fußballer außerhalb des Vereins ein Gewinn.

Stadtteilpolitik stimmte dem Konzept des Vereins zu

Der Großteil der zuständigen Bezirksvertretung III sprach sich – gegen die Stimmen der CDU – für die Idee des TuS Holsterhausen aus. Die Stadtteilpolitiker baten die Stadtverwaltung „um Umbau des Bolzplatzes an der Virchowstraße in einen Kunstrasenplatz auf Grundlage des Konzeptvorschlags“, heißt es in der Niederschrift der Sitzung.

Als dieser Entschluss vor einem Jahr bekannt wurde, jubelte der Verein. „Es sollte über die Sport- und Bäderbetriebe finanziert werden, das hat man bei einem Ortstermin auch klipp und klar so gesagt“, erzählt Ingo Schwarz. „Uns wurde damals signalisiert, dass das ein sinnvolles Projekt ist.“ Dass sich bisher nichts getan hat, führt man beim Verein auf verschiedene Zuständigkeiten zurück. Der Bolzplatz gehöre Grün und Gruga, einen Umbau würden aber wohl die Sport- und Bäderbetriebe bezahlen. Dafür müsse der Platz innerhalb der Verwaltung den Besitzer wechseln.

Wartelisten beim TuS werden immer länger

Von den entscheidenden Stellen habe man seitdem nichts mehr gehört, sagt Schwarz. Eine Anfrage dieser Zeitung zu dem Thema konnte das Presseamt der Stadt in den vergangenen beiden Tagen nicht beantworten.

Beim TuS werden nun die Wartelisten immer länger. „Wir wollten eigentlich nie ein Kind ablehnen, aber jetzt sind die Jahrgänge so stark, dass wir wirklich nicht mehr wissen, wohin.“

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