Kommentar

Die Fusion der Evag und der MVG muss kommen

NRZ-Redakteur Michael Mücke kommentiert die Fusion der Essener und Mülheimer Verkehrsbetriebe.

NRZ-Redakteur Michael Mücke kommentiert die Fusion der Essener und Mülheimer Verkehrsbetriebe.

Foto: Philipp Wahl

Essen.   Ex-Evag-Vorstand Wolfgang Meyer kritisiert das Zusammengehen der Essener und Mülheimer Verkehrsbetriebe. Doch für die Fusion gibt es gute Gründe.

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Wolfgang Meyer kennt sich mit dem öffentlichen Nahverkehr in Essen aus. Als ehemaliger Vorstand der Evag muss er das auch. Wenn er bei der Fusion der Essener und Mülheimer Verkehrsgesellschaft zur Ruhrbahn hier und da möglicherweise ein paar Fallstricke zum Schaden der Stadt Essen befürchtet, sollte man seine Fragen ernst nehmen. Eigentlich.

Die entscheidende Frage ist nur: Warum hat er den Brandbrief an Oberbürgermeister Thomas Kufen nicht schon früher verschickt? Jetzt ist der Zug abgefahren. Die Verträge sind bis ins Detail ausgearbeitet, übrigens von Fachleuten, die ihr Handwerk durchaus verstehen. Am Freitag wird unterschrieben. Und darauf wird der Ex-Vorstand so unmittelbar davor keinen Einfluss mehr nehmen können.

Der Zusammenschluss ist politisch gewollt

Natürlich ist eine Verschmelzung von zwei Verkehrsbetrieben eine Herausforderung. Es wird nicht alles glatt über die Bühne gehen, es muss hier und da auch nachjustiert werden. Aber der Sinn der Fusion steht außer Zweifel, ist mit breiter politischer Mehrheit beschlossen und auch von der Düsseldorfer Bezirksregierung explizit gewünscht. Finanziell klamme Verkehrsbetriebe gewinnen hier nur dann an Größe und können auf Dauer dem Fahrgast mehr bieten, wenn sie sich zusammentun.

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