Kommentar

Die Essener Zahlen zur Ausländerkriminalität sind bedrückend

Essen.   Der Migrantenanteil in Essen beträgt 14 Prozent, 2016 begingen sie laut Polizei 41 Prozent der Straftaten. Bagatellisieren lässt sich da nichts.

Die Statistik zur Ausländerkriminalität ist längst ein Politikum und schwebt in der latenten Gefahr, von Rechten wie Linken ideologisch instrumentalisiert zu werden. Zahlen sind aber erst einmal Fakten, und Fakten sind weder „rassistisch“ noch „links-grün versifft“, um einmal zwei gängige Kampfbegriffe zu verwenden. Sofern die Behörden ihre Zahlen sauber interpretieren und dabei nicht ihrerseits Politik machen wollen – auch das soll vorkommen –, sind sie das entscheidende Hilfsmittel für eine an der Realität orientierte Diskussion.

Wenn 41 Prozent der Essener Straftaten von einer Bevölkerungsgruppe begangen wird, die nur 14 Prozent zählt, muss man klar feststellen: Was Polizisten und Justizmitarbeiter im kleinen Kreis erzählen und was auch uns als Berichterstatter auffällt, findet in den nüchternen Zahlen durchaus eine Entsprechung. Besonders bedrückend ist der Hang verhältnismäßig vieler Ausländer zu Gewalt, Raub und Einbruchsdelikten, wobei bei letzteren wegen der geringen Aufklärungsquote eine hohe Dunkelziffer zu vermuten ist.

Ohne weiteres ist zudem nachvollziehbar, dass in Vierteln mit hohem Migrantenanteil die Probleme noch größer sein müssen und das Unsicherheitsgefühl dort folglich rasch wächst. Dies zu bagatellisieren, wäre gefährlich. Entschlossenes Gegensteuern auf allen Ebenen ist alternativlos.

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