Diakoniewerk

Diakoniewerk: Vorstandswechsel nach fast zwei Jahrzehnten

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Herzlich Willkommen: Der scheidende Vorstand des Diakoniewerks Essen Joachim Eumann (l.) begrüßt gemeinsam mit Diakoniepfarrer Andreas Müller (r.) seinen Nachfolger Martin Gierse (Mitte).

Herzlich Willkommen: Der scheidende Vorstand des Diakoniewerks Essen Joachim Eumann (l.) begrüßt gemeinsam mit Diakoniepfarrer Andreas Müller (r.) seinen Nachfolger Martin Gierse (Mitte).

Foto: Diakoniewerk

Essen.  Ruhestand nach 18 Jahren als Vorstand des Diakoniewerks Essen: Joachim Eumann freut sich auf Reisen, Lesen – und nächtliche Sportübertragungen.

Vorstandswechsel beim Diakoniewerk Essen: Joachim Eumann verabschiedet sich Anfang Juli in den Ruhestand, nachdem er das Diakoniewerk 18 Jahre lang geleitet hat. Seine Nachfolge tritt der 44-jährige Diplom-Betriebswirt Martin Gierse an. Er hat seine neue Tätigkeit bereits Anfang Juni aufgenommen.

Neuer Vorstand will die Bedürfnisse der Menschen im Blick haben

Als neuer Vorstand übernimmt Gierse gleichzeitig die Geschäftsführung aller sieben Gesellschaften des Diakoniewerks. Er freue sich, die vielfältige Arbeit zu unterstützen und daran mitzuwirken, den diakonischen Auftrag umzusetzen. „Mir ist es wichtig die Bedürfnisse der Menschen, für die wir uns engagieren, im Blick zu haben. Dabei spielen für mich Werte und Haltung eine genau so große Rolle wie gute Rahmenbedingungen“, sagt Gierse.

Sein Vorgänger Joachim Eumann hatte in seiner Amtszeit die diakonischen Arbeitsbereiche des Werkes ausgebaut und die Organisationsstruktur umgebaut, um das Diakoniewerk zum zukunftsfähigen Sozialunternehmen zu machen. Während seiner Amtszeit verdoppelte sich die Zahl der Beschäftigten auf heute über 1600. „Die Verantwortung für viele Mitarbeitende zu gehen, ist mir nicht schwer gefallen, da ich wusste, dass ich im Diakoniewerk auf Menschen treffe, die etwas von ihrem Fach verstehen“, sagt Eumann heute.

Er habe als Fachanwalt für Arbeits- und Sozialrecht eine gute Basis für die komplexe Führungsaufgabe gehabt. Zudem habe die Diakonie als Teil der evangelischen Kirche schon seit seiner Kindheit eine Rolle gespielt: „Mein Blick und mein Herz waren hierfür immer offen – das hat mir einiges erleichtert.“ Ihm sei es meist gelungen, besonnen zu bleiben und die Arbeit nicht mit nach Hause zu nehmen, sagt Eumann. Da das Amt anstrengend sei, falle es ihm auch nicht schwer, nun loszulassen. Er freue sich auf Reisen mit seiner Frau, mit Kindern und Enkeln, darauf mal zwei Stunden am Stück ein Buch zu lesen oder Klavier zu spielen. Und: Künftig könne er auch eine nächtliche Sportübertragung wie den Super Bowl schauen „und am nächsten Morgen ausschlafen“.

Joachim Eumann hat dem Nachfolger schon viele Tipps gegeben

Eumann sollte am Montag (20.6.) offiziell verabschiedet werden; wegen einer Erkrankung wird der Termin um einige Wochen verschoben. Im Diakonie-Magazin „Diwers“ hatte er erklärt, es erleichtere ihm den Abschied, „dass meine Nachfolge gut geregelt werden konnte“. Nachfolger Martin Gierse hat nach einer Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann Betriebswirtschaft in Dortmund und Australien studiert und dann mehrere Jahre als Unternehmensberater gearbeitet. Zuletzt war er zwölf Jahre lang Geschäftsführer und Vorstandsmitglied des bundesweit tätigen Deutschen Kinderhospizvereins. Gierse lebt mit Frau und zwei Kindern in Recklinghausen; er fährt gern Fahrrad und Ski und interessiert sich für die Kultur im Ruhrgebiet.

„Mit Martin Gierse haben wir eine erfahrene und kompetente Persönlichkeit gefunden, die uns mit ihrer Haltung beeindruckt hat“, sagt Diakoniepfarrer Andreas Müller, Vorsitzender des Verwaltungsrats des Diakoniewerks. „Wir sind überzeugt, dass er das Diakoniewerk in eine gute Zukunft führen wird und freuen uns auf die Zusammenarbeit.“ Joachim Eumann hat in den vergangenen Wochen bereits mit Martin Gierse zusammengearbeitet – und ihm „schon ganz viele Tipps gegeben“.

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