Kommentar

Der Weihnachtsfrieden ist noch fern

Das sieht aus wie ein cleverer Schachzug von Bistum und Kirchengemeinde: Die in der Schulaula versammelten aufgewühlten Gemeindemitglieder werden in kleine Gruppen aufgeteilt, die dann getrennt voneinander in verschiedenen Klassenräumen einzelne Aspekte diskutieren dürfen. So kommen die Gegner der Contilia-Krankenhauspläne gar nicht dazu, in geballter Macht und Lautstärke ihren Protest zu äußern. Der Dampf ist bereits heraus, bevor es zum Knall kommt. Das erinnert an das Prinzip: Teile und herrsche.

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Das sieht aus wie ein cleverer Schachzug von Bistum und Kirchengemeinde: Die in der Schulaula versammelten aufgewühlten Gemeindemitglieder werden in kleine Gruppen aufgeteilt, die dann getrennt voneinander in verschiedenen Klassenräumen einzelne Aspekte diskutieren dürfen. So kommen die Gegner der Contilia-Krankenhauspläne gar nicht dazu, in geballter Macht und Lautstärke ihren Protest zu äußern. Der Dampf ist bereits heraus, bevor es zum Knall kommt. Das erinnert an das Prinzip: Teile und herrsche.

Ob diese Einschätzung ihnen Unrecht tut, können nur die Organisatoren selbst beantworten. Tatsache ist, dass die vielen noch offenen Fragen auf diese Weise eher zu beantworten sind, als wenn sie nach und nach aufs Tablet kommen. Schließlich gehen zweieinhalb Stunden auch schnell vorüber. Wenn die Ergebnisse hinterher wirklich fair und offen kommuniziert werden, ist gegen diese Strategie nichts einzuwenden.

Es sieht nicht so aus, dass sich die Gruppe „Rettet St. Johann“ darauf einlässt. Sie verlangt Antworten auf ihre Fragen „vor der Kirche“. Sogar von Boykott ist die Rede. Fraglich, ob diese Strategie cleverer ist. Auf jeden Fall ist sie vom Weihnachtsfrieden weit entfernt.

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