Radentscheid

Der Essener Stadtrat schließt sich dem Radentscheid an

Die Initiative RadEntscheid hatte im Freitag eine Pop-Up Bikelane am Limbecker Platz in Essen eingerichtet. Jetzt hat die Politik die Forderungen übernommen.

Die Initiative RadEntscheid hatte im Freitag eine Pop-Up Bikelane am Limbecker Platz in Essen eingerichtet. Jetzt hat die Politik die Forderungen übernommen.

Foto: Vladimir Wegener / FUNKE Foto Services

Essen.  Mit großer Mehrheit hat sich der Rat der Stadt Essen für den Beitritt zum Radentscheid ausgesprochen.

Demnach schließt sich der Rat den Zielen des Bürgerbegehrens an, das Ende Februar an den Start gegangen war.

Gemäß des Radentscheids sollen innerhalb der kommenden neun Jahre zahlreichen Maßnahmen umgesetzt werden, um die Sicherheit und Attraktivität für den Rad- und Fußverkehr in Essen zu steigern.

Bereits am Montag wurden dafür OB Kufen 23.600 Unterschriften übergeben. Zentrale Aspekte sind zum einen der unterbrechungsfreie und vom Fußverkehr getrennte Ausbau des Radwege als auch der Umbau von Kreuzungen.

Demnach sollen ab 2022 jährlich zehn Kilometer Radweg gemäß den Empfehlungen für Radverkehrsanlagen sowie pro Jahr drei Kreuzungen mit der Priorität auf Sicherheit ausgebaut werden. Ebenfalls gibt der Radentscheid vor, die bereits bestehenden Fahrradstraßen gemäß dem von der Stadt entwickelten Standard auszugestalten sowie weitere 25 Kilometer Fahrradstraßen neu zu errichten.

Eine erste Schätzung zeigt, dass mögliche Kosten für die Umsetzung der Maßnahmen bei rund 232 Millionen Euro liegen. Die Erarbeitung eines konkreten Maßnahmenkatalogs soll bis zum ersten Quartal 2021 erfolgen.

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