Kinderschutz

Der Essener Kinderschutzbund hat ein neues Maskottchen

Monti heißt der blaue Elefant, der mit Kindern aus allen Kitas des Kinderschutzbundes und Ulrich Spie seine Namenstaufe feierte. Monti nimmt sich auch der Sorgen der Kinder an und ist erreichbar unter der E-Mail kinderbotschafter@dksb-essen.de 

Monti heißt der blaue Elefant, der mit Kindern aus allen Kitas des Kinderschutzbundes und Ulrich Spie seine Namenstaufe feierte. Monti nimmt sich auch der Sorgen der Kinder an und ist erreichbar unter der E-Mail kinderbotschafter@dksb-essen.de 

Foto: Plesken

Essen.   Ein Elefant ist das neue Maskottchen des Kinderschutzbundes Essen. Traurige Statistik im Jubiläumsjahr: Jedes dritte Essener Kind lebt in Armut.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Nicht Kinga oder Fritz, nicht Fridolin, nicht Emma, nein, nicht Pepe, Grumbo oder Miko, auch nicht Paul oder gar Olaf: Monti heißt fortan das Maskottchen des Essener Kinderschutzbundes, das den Ortsverband in Gestalt eines übermannsgroßen blauen Elefanten durch das Jahr seines 50-jährigen Bestehens führen wird.

Über 80 Namensvorschläge hatte der Essener Nachwuchs eingereicht, über 700 Kinder aus den Einrichtungen des Schutzbundes wählten daraus ihren Favoriten, der am Dienstag im Rahmen einer Geburtstagsfeier im Kinder- und Familienzentrum Zollverein verkündet wurde.

Monti, der Kinderschutzbund-Botschafter, wird fortan nicht nur die 50 Aktionen im Jubiläumsjahr begleiten, sondern den Interessen der Kinder Gehör verschaffen.

Jedes dritte Kind in Essen lebt in Armut

So werden die „Spatzen“ aus den Kindernotaufnahmen in Montis Beisein 50 Wünsche für die Kinder dieser Welt per Luftballons auf die Reise schicken. Doch auf dem gut gefüllten Terminplan des blauen Elefanten stehen auch Fachveranstaltungen, Aktionstage zur Kindergesundheit und -ernährung, die Verleihung des Gütesiegels „Blauer Elefant“ an eine fünfte Essener Kinderschutzbundeinrichtung, die bundesweiten Kinderschutztage in Essen, ein großes Jubiläumsspielfest mit dem Spielmobil des Kinderschutzbundes, der Bau eines Kinderrechteturms an der Marktkirche oder die Realisierung eines bislang einzigartigen Platzes der UN-Kinderrechte samt Parcours.

Die Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz steht seit über zehn Jahren auf der Agenda des Kinderschutzbundes und folglich im Mittelpunkt des Jubiläumsjahrs. Denn das Recht auf ein gewaltfreies Aufwachsen oder eine gesunde Entwicklung sind nach Einschätzung von Vorstandschef Ulrich Spie genauso wenig gewährleistet wie das Recht auf Chancengerechtigkeit oder Bildungsgleichheit.

Im Schnitt lebt jedes dritte Kind in Essen in Armut. Im Norden der Stadt ist bereits jedes zweite betroffen, so Spie.

Spie: Es fehlt an familiengerechten Wohnungen

Geht es um die Förderung der Entwicklung, der Bildung und der Chancengleichheit von Kindern sei Essen angesichts eines schwierigen Umfelds aus industriell geprägten Stadtteilen und vielen unterschiedlichen Kulturen zwar weit, sagt Spie.

Doch es fehle an familiengerechten Wohnungen und Entfaltungsmöglichkeiten für die Kinder in dieser Stadt. Zudem gebe es nach wie vor zu wenige Spiel- und Betreuungsplätze in Kitas aber auch Schulen, weil die Zahl des Kinderzuwachses in Essen vor Jahren völlig falsch eingeschätzt worden sei. Auch in diese Wunden werde der Kinderschutzbund in seinem Jubiläumsjahr durch öffentlichkeitswirksame Aktionen immer wieder den Finger legen.

Und wenn Ulrich Spie zum runden Geburtstag des Kinderschutzbundes einen Wunsch frei hätte, dann den: „Beitragsfreie Kita-Plätze für alle Kinder – egal welcher Nationalität oder Herkunft.“

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben