Weihnachtsmärkte

Das Wochenende der Weihnachtsmärkte in Kettwig und Werden

Adventsdekorationen, Kunsthandwerkliches, Kulinarisches sowie selbst gemachte Kinderkleidung, Mützen und Schals – an 47 Ständen sowie im Kunsthandwerkerzelt konnten Besucher in Werden stöbern.i

Adventsdekorationen, Kunsthandwerkliches, Kulinarisches sowie selbst gemachte Kinderkleidung, Mützen und Schals – an 47 Ständen sowie im Kunsthandwerkerzelt konnten Besucher in Werden stöbern.i

Foto: Vladimir Wegener

Essen-Kettwig/Werden.  Unterschiedlicher geht es nicht: In Kettwig gab es einen Weihnachtstreff am Märchenbrunnen, in Werden tummelten sich die Massen. Eine Analyse.

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Das erste Adventswochenende war das Wochenende der Weihnachtsmärkte – in Werden und in Kettwig trafen sich die Menschen in der jeweiligen Altstadt. Es wurde gestöbert und beim Glühwein geplauscht in gemütlicher Runde – in Kettwig im kleinen Kreis auf dem Märchenbrunnenplatz, in Werden in größerem Rahmen in Gassen und auf Plätzen. Zwei Stadtteile – zwei unterschiedliche Feste.

Auf dem Märchenbrunnenplatz hatte der Heimat- und Verkehrsverein (HVV) Kettwig im wahrsten Sinne des Wortes seine Zelte aufgeschlagen. Vier an der Zahl und einen Schwenkgrill, die sich rund um einen Tannenbaum gruppierten. Klein, aber fein der Weihnachtstreff – oder eine Bankrotterklärung des veranstaltenden Vereins? Die Meinungen gehen auseinander.

HVV erntete viel Häme in den sozialen Medien

Während es in den sozialen Medien jede Menge Häme gibt, die Abschaffung des Kettwiger Weihnachtsmarktes sei nicht zu entschuldigen bzw. gefordert wurde, „dann sollte man lieber gar nichts machen“, stellen sich die Beteiligten vor die Entscheidung des HVV.

„Es ist eine Menge Arbeit für die Ehrenamtlichen. Die Vorbereitungen für die Basteleien, der Aufbau, der Standdienst. Dazu stehen wir bei jedem Wetter hier am Platz“, sagt Heike Lohmann, Vorsitzende des Unesco-Clubs Kettwig. Das alles sei es aber wert. „Wir freuen uns über Gespräche und die Stimmung der Besucher ist einfach sehr gut.“ Samstag- und Sonntagabend sei es am Schwenkgrill sehr gemütlich gewesen. „Meckern kann jeder. Wir machen das alles in der Freizeit und ein bisschen mehr Wertschätzung wäre einfach schön“, wünscht sich Lohmann.

Martin Kryl, HVV-Vorsitzender, weiß um die Kritik an dem vom Weihnachts-Dorf zum Weihnachts- Treff geschrumpften Fest. „Wir haben nicht genügend Händler gefunden, um den Rathausplatz bespielen zu können.“ In Kettwig seien kaum Umsätze zu machen, bekam er zu hören. Der Erweiterung des Nikolausmarktes auf Hugenpoet an zwei Wochenenden habe zusätzlich Konkurrenz geschaffen. „Der Weihnachtstreff ist ein Test. Wir werden im Vorstand besprechen, ob wir 2020 dabei bleiben oder eine größere Veranstaltung hinbekommen.“

Stände erstmals in der Heckstraße in Werden

„Rundum zufrieden“ ist dagegen der Werdener Werbering als Veranstalter des 40. Weihnachtsmarktes im Stadtteil – mit verkaufsoffenem Sonntag. Mit 59 Ausstellern habe man mehr als im vergangenen Jahr, berichtet Vorsitzender Benjamin Neubert. Erstmals habe man auf vielfachen Wunsch die Heckstraße mit mehreren Ständen miteinbezogen ins Geschehen. „Wir als Werbering sind mit unserem Glühweinstand ebenfalls präsent gewesen.“

Die Besucher honorierten es – die Fußgängerzone war gerade in den Abendstunden voll. Vor dem Ludgerusbrunnen und auf dem Rathausplatz knubbelten sich die Leute an den Stehtischen. „Die schön geschmückten Hütten und das Altstadt-Flair im Hintergrund – da stimmt das Ambiente“, resümierte Andrea Kammann, die extra aus Stadtwald zum Bummel über den Weihnachtsmarkt gekommen war.

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