Festival

Das Pfingst Open Air ist zum Familienfest geworden

Auf dem Pfingst Open Air herrschte entspannte Atmosphäre. Dazu trug auch das Sicherheitskonzept bei.

Auf dem Pfingst Open Air herrschte entspannte Atmosphäre. Dazu trug auch das Sicherheitskonzept bei.

Foto: Socrates Tassos

Essen.  Das Festival im Werdener Löwental zog nicht nur Livemusik-Fans an. Es kamen viele, die einfach nur die Atmosphäre genießen wollten.

Strahlender Sonnenschein den ganzen Tag über. Besser kann das Wetter kaum sein für das traditionsreiche Pfingst Open Air: Und so sind am Montag wieder Tausende ins Werdener Löwental gepilgert, um zu feiern, Livemusik zu hören oder einfach, um mit Freunden und Familie zu chillen.

„Das Pfingst Open Air ist wieder zum Familienfest geworden“, stellt Stefan Schindler-Schulze vom Rockförderverein fest. Eltern fläzen sich mit ihren Kindern auf die Picknickdecke oder lassen ihren Nachwuchs auf dem Spielplatz mitten auf dem Gelände des ehemaligen Strandbads toben, während Jugendliche und Erwachsene vor der Bühne Bands wie Skinny Lister, Massendefekt oder Gurr abfeiern. Oder zu den Beats auf der Elektronischen Wiese tanzen. Dort zieht es auch Claudia Lau aus Velbert hin. „Ich wollte mir Yetti Meissner geben“, sagt sie. Mit der angesagten Berliner DJane hat auch die Nebenbühne erstmals einen waschechten Top-act zu bieten.

Erstmals Shuttle-Busse im Einsatz

Nicht zuletzt das Sicherheitskonzept trägt zur entspannten Atmosphäre bei. Es kam 2012, also zwei Jahre nach dem Duisburger Love-Parade-Unglück, erstmals zum Tragen und wurde nach dem Pfingststurm 2014 weiter perfektioniert. „Sorgen bereitet uns noch ein wenig die neue Verkehrssituation“, so Schindler-Schulze. Denn da die Bahn wegen Bauarbeiten keine Sonderzüge einsetzen konnte, setzten Jugendamt und Rockförderverein erstmals auf Shuttle-Busse der Ruhrbahn, die ab 14 Uhr im Fünf-Minuten-Takt zwischen Hauptbahnhof und Werden pendeln. „Leider gibt es offenbar keine richtige Ausschilderung, so dass manche die Abfahrtstation am Hauptbahnhof nicht auf Anhieb gefunden haben.“ Immerhin weisen Durchsagen und die Anzeigentafel auf den Zusatzservice hin, den die Veranstalter organisiert haben. Rappelvoll sind deshalb nicht nur die Züge, die nach dem normalen Feiertags-Fahrplan rollen. „Auch die Busse werden gut angenommen“, resümiert Geraldine Böttcher vom Jugendamt.

Bis 15 Uhr haben bereits 7000 den Weg ins Löwental gefunden, das schöne Wetter und nicht zuletzt die Pfingstferien werden wohl ihr übriges dazu beigetragen haben, dass gegen 16.30 Uhr die 13 200 erreicht sind: Ab dann greift wieder die Einlass-Sperre, die es nicht zu voll werden lässt im Löwental und die die Familienatmosphäre auch in den Abendstunden sichert.

„Bewährt hat sich auch, dass wir zusätzliche Mülleimer und Toiletten aufgebaut haben“, stellt Böttcher fest. Ganz ohne Schlangen vor den Dixie-Klos geht’s dennoch nicht: Ein wenig Festival-Feeling ist auch auf Familienfesten erlaubt.

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