Stadiongeschichte

Das Georg-Melches-Stadion und der „Mythos Hafenstraße“

Seit dem 2012 gestarteten Abriss des Georg-Melches-Stadions erinnern die Fans mit dem Plakat „Fuer immer GMS“ an ihr ehemaliges Wohnzimmer, das Geburtsort des „Mythos Hafenstraße“ war. Das „GMS“, 1964 nach Vereinsvater und Mäzen Georg Melches benannt, hat eine wechselhafte Geschichte.

Seit dem 2012 gestarteten Abriss des Georg-Melches-Stadions erinnern die Fans mit dem Plakat „Fuer immer GMS“ an ihr ehemaliges Wohnzimmer, das Geburtsort des „Mythos Hafenstraße“ war. Das „GMS“, 1964 nach Vereinsvater und Mäzen Georg Melches benannt, hat eine wechselhafte Geschichte.

Foto: WAZ FotoPool

Essen.  Vor 50 Jahren, am 5. August 1963, benannte Rot-Weiss Essen sein „Stadion an der Hafenstraße“ nach dem Vereinsvater Georg Melches. Vor und nach dem Krieg hatte er das Stadion aufgebaut, das als Hexenkessel und später auch als „Dreiviertel“-Stadion Berühmtheit erlangte.

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Wie ein Fußballstadion heißt, bestimmt heute meist der Hauptsponsor, beim neuen „Stadion Essen“ war auch die Stadt als Eigentümer für den betont neutralen Namen. 1964 aber besaß noch der Traditionsverein Rot-Weiss Essen selbst das „Stadion an der Hafenstraße“. Damals ging’s bei der Umbenennung allein um die Ehre – um die des RWE-Mitbegründers, Meistermachers und Stadiongestalters Georg Melches. Der willensstarke Macher mit dem Schlapphut war 1963 im Alter von 70 Jahren gestorben. Ihm zu Ehren also wurde das Stadion vor 50 Jahren, am 5. August 1964, in Georg-Melches-Stadion umbenannt.