Darts-WM

Darts-WM kommt als Public Viewing in Essener Grugahalle

Event-Unternehmer Thomas Siepmann (links) und Dirc Seemann vom Fernsehsender Sport 1 hoffen auf viele Besucher in der Grugahalle ab 27. Dezember.

Event-Unternehmer Thomas Siepmann (links) und Dirc Seemann vom Fernsehsender Sport 1 hoffen auf viele Besucher in der Grugahalle ab 27. Dezember.

Foto: Socrates Tassos

Essen.   Übertragung des Wettkampfes aus London auf Großbildleinwand ab 27. Dezember. Veranstalter sind optimistisch und hoffen auf 1500 Besucher täglich.

Der Essener Event-Geschäftsmann Thomas Siepmann (Agentur TAS) spricht von einem „gewagten Unternehmen“, doch er ist gleichzeitig davon überzeugt, dass die Sache ein Erfolg wird: Die Darts-WM in England wird in der Grugahalle live übertragen – als Public Viewing mit Party-Effekt. Siepmann und der Fernsehsender „Sport 1“ hoffen auf mehrere tausend Besucher, die ab 27. Dezember kommen werden.

„Darts gehört zu den absoluten Trend-Sportarten und spricht ein breites Publikum an“, konstatiert Siepmann, der selbst vor Jahren Augenzeuge des Spektakels im Londoner „Alexandra Palace“ wurde. Das viktorianische Gebäude wird landläufig nur „Ally Pally“ genannt. „Die Besucher kommen verkleidet, und es ist eine gigantische Party.“

Party-Stimmung aus London soll auch in Essen steigen

Genau diese Party-Stimmung soll auch in der Grugahalle steigen, wenn Siepmann und „Sport 1“ den Wettkampf, an dem auch vier deutsche Spieler mitmachen, live auf Großleinwand übertragen. „Wir stellen 150 Bierzeltgarnituren auf und planen außerdem ein großes Rahmenprogramm“, kündigt Siepmann an. „Ich bin davon überzeugt, dass wir ein großartiges, neues Format zum Leben erweckt haben.“

Mit Public Viewing in Essen kennt Siepmann sich aus: 2008 und 2012 brachte er die Fußball-Europameisterschaften in die Grugahalle, und 2014 folgte die Krönung mit der Übertragung der Weltmeisterschaft, bei der Deutschland den Titel holte. Auch 2016 landete Siepmann einen Treffer, als er das Gelände einer ehemaligen Spedition in Rüttenscheid zum Public-Viewing-Ort umwandelte, bis 2018 kam, Deutschland bei der WM in Russland ausschied und Siepmanns Rechnung erstmals nicht aufging: „Der ,Rote Platz’ war für sich allein genommen kein Erfolg“, räumte Siepmann am Freitag vor Journalisten ein. „Aber man muss das Gesamt-Paket sehen.“ Das WM-Public-Viewing in Rüttenscheid, getauft auf den Namen „Roter Platz“, brachte Siepmann Miese.

Siepmann hat Erfahrung mit Public Viewing

Doch jetzt wagt er das Darts-Experiment: „Wenn wir es nicht ausprobieren, werden wir nie erfahren, ob es klappt.“ Beflügelt ist Siepmann auch von den Einschaltquoten, die die Darts-WM zuletzt dem Sender „Sport1“ brachte: „Wir hatten bis zu zwei Millionen Zuschauer“, berichtet Dirc Seemann, Chefredakteur von „Sport1“.

Insgesamt 6000 Besucher könnten täglich während der Übertragungs-Tage in der Grugahalle Platz finden, mit 1500 Gästen wäre Siepmann schon zufrieden: „Dann ist der Innenraum bespielt, das reicht.“

Die Darts-WM in England beginnt am 13. Dezember, Sport1 überträgt im Fernsehen und im Internet. Vom 27. Dezember bis einschließlich 1. Januar 2019 können Fans das Ganze dann auch auf Großbild-Leinwand in der Grugahalle verfolgen. „Und das Gute ist“, sagt Siepmann mit Blick auf den WM-Flop von diesem Sommer: „Wir können nicht ausscheiden.“

Tickets sind für 12 Euro (Ränge) oder 20 Euro (Innenraum) ab sofort online verfügbar im Internet auf der Seite darts-essen.eventbrite.com

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