Coronavirus

Corona-Meldeportal: Laschet warnt vor Klima des Misstrauens

Geht vorsichtig auf Distanz zum Meldeportal der Stadt Essen: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet.

Geht vorsichtig auf Distanz zum Meldeportal der Stadt Essen: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet.

Foto: Roberto Pfeil / dpa

Essen.  NRW-Ministerpräsident Laschet äußert sich eher distanziert zum umstrittenen Essener Meldeportal für Corona-Verstöße – und mahnt zur Vorsicht.

Das umstrittene Essener Meldeportal für Corona-Verstöße, bundesweit bekannt, seit Bundestagsvize Wolfgang Kubicki es mit harschen Worten öffentlich brandmarkte, löst offenbar auch an der NRW-Spitze nicht unbedingt Begeisterung aus. Von einem Journalisten befragt, was er davon halte, dass Essen im Internet anonyme Anzeigen gegen Corona-Verstöße und sogar das Hochladen von Beweisfotos zulässt, gab sich Ministerpräsident Armin Laschet am Freitag betont zurückhaltend.

Er wolle die Entscheidung der Stadt Essen für eine solche Melde-Gelegenheit nicht bewerten, sagte Laschet und tat es dann doch: Prinzipiell halte er solche Hinweise aus der Bevölkerung auf massive Verstöße gegen die Schutzregeln zwar nicht für falsch, „wenn wirklich Dinge aus dem Ruder laufen – einverstanden“.

Dies dürfe allerdings nicht dazu führen „dass jeder seinen Nachbarn beobachtet, ob der sich korrekt verhält“: „Wir müssen darauf achten, dass wir kein Klima des Misstrauens in unsere Nachbarschaft tragen“, betonte Laschet, „so eine Gesellschaft können wir uns in Nordrhein-Westfalen nicht wünschen“.

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