Corona

Corona in Essen: Wie Weihnachtsmärkte auf 2G-Regel reagieren

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Wer geimpft oder genesen ist, erhält auf dem Steeler Weihnachtsmarkt ein Armbändchen und erst dann Glühwein am Stand.

Wer geimpft oder genesen ist, erhält auf dem Steeler Weihnachtsmarkt ein Armbändchen und erst dann Glühwein am Stand.

Foto: Vladimir Wegener / FUNKE Foto Services

Essen.  In Essen gilt die 2G-Regel auf den Weihnachtsmärkten - auch in Altenessen und Steele. So gehen Händler und Veranstalter mit der Verordnung um.

  • Die Organisatoren der Weihnachtsmärkte in Altenessen und Steele setzen die 2G-Regel um.
  • Aufs Tanzen müssen Gäste der Bühnenprogramme nun verzichten.
  • Es gibt zusätzliche Hinweisschilder und Informationen für die Händler in den Hütten.

Glühwein und Kinderpunsch gibt es auf dem Weihnachtsmarkt ab sofort nur noch für Geimpfte und Genesene – das gilt nicht nur für den großen Budenzauber in der Essener Innenstadt, sondern auch für jene in Steele und Altenessen.

2G auf dem Adventmarkt Altenessen: „Bisher gab es keinen Ärger“

„Wir haben damit schon am Montag begonnen“, erzählt Jessica Walter, Veranstalterin des Adventmarktes in Altenessen. Die Besucher und Besucherinnen seien gut vorbereitet und hätten ihre Papiere dabei. „Bisher gab es keinen Ärger“, erklärt Walter, die merkt, dass die Gäste dankbar sind, dass der kleine Markt im Norden nach der Coronapause im vergangenen Jahr wieder geöffnet hat. „Es kommen vierjährige Kinder zu uns, die wegen der Pandemie in ihrem Leben noch nicht auf einem Karussell gesessen haben.“

Die neue Corona-Schutzverordnung wird ernst genommen in Altenessen, dazu gehört auch, dass beim Musikprogramm am Wochenende nicht mehr getanzt werden darf – sonst müssten Geimpfte und Genesene nämlich zusätzlich auch noch getestet sein.

Verkaufsoffene Sonntag in den Stadtteilen sind weiterhin geplant

Ansonsten müsse sich am Programm nichts ändern, am Sonntag öffneten die Geschäfte, dafür plant Walter ein Familienprogramm. Die Schaustellerfamilie freut sich über jeden, der den Weg zu Weihnachtspyramide, Wasserrad und Eierpunsch auf dem Forumsplatz gegenüber des Allee-Centers findet: „Manche kommen auch jetzt, weil sie unsicher sind, ob der Adventmarkt tatsächlich bis Ende des Jahres öffnen kann.“

Dass der Weihnachtsmarkt in Steele wie geplant bis zum 30. Dezember stattfinden kann, dafür stünden die Chancen gut, glaubt Organisator Leon Finger. Auch er hat auf die neue Verordnung reagieren müssen. Statt der Stichproben wie zuvor bei 3G, hätten sie nun die Händler in die Verantwortung genommen. Heißt: Bevor Paradiesapfel, Reibekuchen oder Glühwein angereicht werden, müssen Kunden am Stand nachweisen, dass sie geimpft oder genesen sind.

Es gibt Hinweisschilder und Bändchen für die Besucher des Weihnachtsmarktes in Steele

Schilder an den Hütten auf dem Kaiser-Otto-Platz und Grendplatz weisen zudem darauf hin, dass ausschließlich Geimpfte und Genesene bedient werden. Alternativ gibt es an den vier großen Einlasssperren Bändchen bei den Security-Mitarbeitern, die sich zuvor Impfausweis oder die Bescheinigung, genesen zu sein, zeigen lassen. Diese Bändchen gibt es laut Leon Finger auch in der Weihnachtsscheune auf dem Grendplatz, in der Almhütte auf dem Kaiser-Ottoplatz und in der Glühweinecke nahe der Bühne.

„Für den Bereich vor der Bühne gibt es derzeit keine veränderten, weiteren Auflagen, die Steele betreffen“, sagt der Organisator. Auch hier würden Schilder platziert mit der Aufforderung Maske zu tragen, wenn sich dort viele tummeln. Diese Bitte werde auch bei den Anmoderationen an die Besucher weitergegeben. Eine Pflicht gibt es nicht, im Gegensatz zu den Sanitäranlagen: Dort gilt die Maskenpflicht.

Die meisten Besucher tragen im Gedränge auf dem Steeler Weihnachtsmarkt Maske

Die Maske aufsetzen, wenn es eng werde, das machten bereits 70 bis 80 Prozent der Besucher, schätzt Leon Finger. Ohnehin hätten viele für die Auflagen Verständnis, fühlten sich durch die Regelungen auch sicherer. Noch habe bei den Stichproben keine schlechte Stimmung geherrscht, nun seien die Situation und die Verordnung für eine Aussage noch zu neu: „Das Wochenende wird aussagekräftiger, um dann abschätzen zu können, wie es sich entwickelt.“

Fest steht: Den Weihnachtsmarkt einzuzäunen, sei keine Alternative. Denn viele sind auch in der Steeler City unterwegs, um Geschäfte, Ärzte oder Banken anzusteuern. „Vormittags werden diese Besucher wohl überwiegen“, sagt Finger. Und für sie gilt die 2G-Regel eben nicht.

Händler haben von den Organisatoren des Weihnachtsmarktes Infos schriftlich erhalten

Überall seien die Händler an den Ständen auch schriftlich informiert worden, die Organisatoren hätten sich das unterzeichnen lassen. An Verstöße glaubt Leon Finger nun nicht, denn schließlich sei den Händlern bekannt, dass es in Ländern wie Bayern oder Sachsen bereits keine Weihnachtsmärkte gebe. „Sie wissen daher auch, dass Verstöße das Fortbestehen des Marktes ihn Steele gefährden würden.“

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