Essen City Trail

City Trail: Läufer joggten durch Lichtburg und Waschstraße

Durch die Lichtburg ging es für die mehr als 1000 Läufer.

Durch die Lichtburg ging es für die mehr als 1000 Läufer.

Foto: Kristin Mockenhaupt

Essen.   Mehr als 1000 Männer und Frauen machten beim „City Trail“ mit – einem Lauf, der auch durch Gebäude ging. Das hatte seinen besonderen Reiz.

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Um 9 Uhr ist noch alles ruhig in der Innenstadt. Doch das ist nur die Ruhe vor dem Ansturm – oder besser gesagt, vor dem Lauf. Denn am Thyssenkrupp-Hauptquartier bereiten sich 1050 Teilnehmer auf den Essen City Trail vor, ein Lauf, den man so in Essen noch nicht gelaufen ist. An elf Stationen in der Stadt sind die Vorbereitungen für die Läufer bereits abgeschlossen. Denn über neun Kilometer erleben die Teilnehmer mehr als nur frische Luft.

Was das bedeutet, werden die Läufer nach dem Start des ersten von insgesamt vier Läufen schnell erfahren. Um 9.20 Uhr wärmen sich die ersten auf – und dann geht es los. Die erste Welle startet um 9.30 Uhr. Erste Station: eine Waschstraße in der Hans-Böckler-Straße nahe Ikea. „Man ist ja schon mal durch eine Waschstraße gefahren, aber gelaufen noch nie. Ganz toll!“, sagt Inge Galla.

Mit Piano-Begleitung durchs Colosseum

Die Teilnehmer laufen nicht über abgesicherte Laufwege, sondern sind auf Fußwegen unterwegs – jeder muss sich an die Straßenverkehrsordnung halten. Besonders eng und schwierig gestaltet sich das aber nicht. „Die Laufgruppen waren sehr entzerrt, man kam sich also nicht in die Quere“, sagt Läufer Florian Gerlach. Das ist besonders für die kommenden Stationen ein großer Vorteil. Denn da gibt es viel zu sehen – oder zu hören. „Im Colosseum begrüßte uns eine Pianistin, die wirklich schön gespielt hat, das war etwas Besonderes“, erzählt Mario Minerva. Ungewöhnliche Eindrücke gab es auch in der Lichtburg. Dort sahen sich die Läufer bei Einlauf selbst auf der Leinwand und waren so an diesem Tag die Filmstar. Für die elfjährige Elisa Wilms stand damit fest: „Im Kino war es am besten.“

Start und Ziel waren am Thyssenkrupp-Hauptquartier

Nach der Lichtburg kam als nächste Station der Dom und speziell der Domschatz. „Vom Domschatz habe ich mir allerdings etwas mehr erwartet. Ich dachte, dass man da richtig rein läuft“, sagt Florian Gerlach. Nach dem Porsche-Zentrum als letzte Station des Laufs ging’s zurück zum Thyssenkrupp-Quartier, wo es für die Läufer Getränke und ein kleines Frühstück gab.

Um beim City Trail mitzulaufen, muss man kein Profi sein. „Jeder kann mitmachen“, sagt die 70-jährige Traudl Österreich. „Ich bin froh, dass ich dabei war.“ Auch der Veranstalter Jörg Bunert zeigte sich nach dem ersten City Trail zufrieden: „Es war fantastisch. Die Rückmeldungen waren alle durchweg positiv.“ Und er kündigte bereits an: „Es wird im nächsten Jahr definitiv wieder einen Essen City Trail geben“.

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