Kultur

Bürgerzentrum Alter Bahnhof Kettwig trotzt weiter Corona

Das Publikum wird durch das Gebäude mit einem Einbahnstraßensystem geführt. Bei Veranstaltungen sind die Fenster zudem stets geöffnet. Die Anzahl der Sitzplätze ist sehr reduziert.

Das Publikum wird durch das Gebäude mit einem Einbahnstraßensystem geführt. Bei Veranstaltungen sind die Fenster zudem stets geöffnet. Die Anzahl der Sitzplätze ist sehr reduziert.

Foto: Vladimir Wegener / FFS

Essen-Kettwig.  Im Alten Bahnhof Kettwig gibt es ein Einbahnstraßensystem und Frischluftzufuhr. Konzerte finden weiter statt: Alles Wichtige zu den Hygieneregeln.

„Die Zahl der Corona-Neuinfektionen steigt weiter an. Viele fragen deshalb, ob unser Hygienekonzept im Alten Bahnhof auch zuverlässig ist“, sagt Wolfgang Lettow, Vorsitzender der Interessengemeinschaft Bahnhof Kettwig. Auch gebe es Nachfragen, ob die Veranstaltungen im Kettwiger Kultur- und Bürgerzentrum an der Ruhrtalstraße alle uneingeschränkt stattfinden könnten. Wolfgang Lettow: „Beides kann ich bejahen.“

Im Frühjahr sei die schon seit längerem geplante neue Klimaanlage im Gebäude installiert worden. „Es handelt sich um eine Frischluftanlage.“ Die verbrauchte Luft werde also nicht umgewälzt, sondern abgeführt. Es werde so stets frische Luft in die Veranstaltungsräume geleitet.

Seit August ausgeklügeltes Einlass- und Hygienekonzept

„Insofern sind wir da im Vorteil gegenüber anderen Anlagen, die die Luft nur umleiten“, kann Lettow beruhigen. Die Investition habe 27.000 Euro gekostet, die zum Teil aus Landesfördermitteln geleistet werden konnte.

Des Weiteren habe die Interessengemeinschaft schon seit Mitte August ein ausgeklügeltes Einlass- und Hygienekonzept in Betrieb, „mit dem wir bisher sehr gut gefahren sind“. Es führe nämlich ein Einbahnstraßensystem durch das Gebäude: „Der Eingang erfolgt vom hinteren Parkplatz aus in den Saal 2. Dort ist Platz für die Handdesinfektion und die Listenführung.“ Zwischen Saal 2 und 1 gebe es keine Trennwand mehr, „so dass wir die Bestuhlung luftiger gestalten können“, erklärt Lettow.

Der Ausgang erfolgt immer zum Treppenhaus

94 Plätze in 22 Sitzreihen stehen zur Verfügung, die flexibel auch in Soloplätze und Dreiergruppen (für Familien) zusammengefügt werden könnten. Der Abstand sei bei voller Belegung auf jeden Fall gewährleistet. Den Mundschutz ablegen dürften die Zuschauer allerdings nun nicht mehr, wenn sie ihren Sitzplatz einnehmen. „Die neuesten Pandemie-Regelungen sehen eine Maskenpflicht für den ganzen Zeitraum der Veranstaltung vor“, erläutert der Vereinsvorsitzende.

Der Ausgang ist dann vorne zum Treppenhaus, dort gelangt man auch zu den Toiletten. „Wer also zur Toilette möchte, muss einmal außen rum und im Saal 2 wieder rein.“ Zusätzlich seien die Türen zum Gang und die Fenster geöffnet, so dass von dort auch immer Frischluftzufuhr gegeben sei.

Bislang gehe die Interessengemeinschaft davon aus, dass alle geplanten Veranstaltungen im November und Dezember stattfinden können, teilt der Vereinsvorsitzende mit. Allerdings rechne man bis ins nächste Jahr mit coronabedingten Einschränkungen für alle Kulturschaffenden.

IG Bahnhof Kettwig hat Förderanträge gestellt

„Wir haben, um unser Fortbestehen als Kultureinrichtung auch 2021 zu sichern, deshalb einen Förderantrag beim Deutschen Bühnenverein gestellt.“ Auch hoffe man, dass die Stadt Essen die Interessengemeinschaft Bahnhof Kettwig erneut beim Kultursonderfonds berücksichtigen werde. Lettow: „Denn das Geld soll wieder den Künstlern zugute kommen, die ja nicht in ausverkauften Sälen auftreten können.“

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