Schüler-Wettbewerb

Bürgerschaft Rellinghausen begeistert Kinder für Heimatkunde

Stolz präsentierten die Kinder ihre Urkunden, eingerahmt von ihren Lehrern, Vertretern der Bürgerschaft und NRW-Staatssekretär Jan Heinisch (hinten, Mitte).

Stolz präsentierten die Kinder ihre Urkunden, eingerahmt von ihren Lehrern, Vertretern der Bürgerschaft und NRW-Staatssekretär Jan Heinisch (hinten, Mitte).

Foto: Kerstin Kokoska

Essen-Rellinghausen/Stadtwald.   Die Bürgerschaft Rellinghausen-Stadtwald organisiert einen heimatkundlichen Mal- und Bastelwettbewerb. NRW-Staatssekretär übergibt die Preise.

Hoher Besuch in der Ardeyschule: Staatssekretär Jan Heinisch vom NRW-Heimatministerium besuchte Schüler der Ardey- und Stiftsschule und zeichnete sie für ihre Leistungen beim heimatkundlichen Mal- und Bastelwettbewerb der Bürgerschaft Rellinghausen-Stadtwald aus. Die hatte nämlich erstmals einen solchen Wettbewerb ausgeschrieben, um den Kindern Lust auf Geschichte zu machen.

Die Idee stieß bei den Grundschulen im Umfeld auf großes Interesse. Die Sorge einiger Lehrer, die Umsetzung der historischen Themen könnte zu kompliziert für die Schüler werden, erwies sich als unbegründet. In den vergangenen Wochen beschäftigten sich die Schüler intensiv mit den Aufgaben und setzten sie – teils im Kunstunterricht – mit viel Engagement und Begeisterung um.

Der Besuch aus Düsseldorf sorgte bei den Kindern für positive Anspannung. Die Bürgerschaft dagegen freute sich über die Anerkennung ihrer Arbeit und über den finanziellen Zuschuss des Ministeriums zur Durchführung der Aktion. „Wir freuen uns über solche kreativen Ideen und helfen da gern mit einem kleinen Betrag bei der Realisierung“, betonte der Staatssekretär, der die Namen der jeweils drei Besten jeder Gruppe verkündete und ihnen eine gerahmte Urkunde und ein Buch überreichte.

Kindergruppen besuchten den Blücherturm

Die Grundschüler hatten Gebäude in den beiden Stadtteilen besucht und fotografiert, diese dann später nachgebaut oder gemalt. Die Gruppe, die sich mit dem Blücherturm beschäftigte, erfuhr von Johannes Stoll, dem Vorsitzenden der Bürgerschaft, die Geschichte des ehemaligen Gerichtsturms und heutigen Stadtteil-Wahrzeichens. „Dabei ging es auch um Hexenprozesse und Todesurteile. Erst war ich mir nicht sicher, ob das das richtige Thema für Achtjährige ist, aber die Kinder haben es interessiert aufgenommen“, sagt Sven Milpauer, Vater einer Drittklässlerin. Der handwerklich begabte Zahntechniker unterstützte die Schüler auch beim Bau ihrer Blücherturm-Modelle für den Wettbewerb.

Ein originalgetreues Modell im Maßstab 1:87 fertigte er gemeinsam mit den Kindern. „Das Fachwerk ist wie im Original aus Holz und Gips aufgebaut“, erklärte er. Dieses Modell bekam der Bürgerschaftsvorsitzende als Geschenk überreicht.

Bürgerschaft wünscht sich Familien als neue Mitglieder

Die Bürgerschaft, die junge Familien als Mitglieder gewinnen möchte, will über Aktionen wie diesen heimatgeschichtlichen Wettbewerb Kontakt zu Kindern und deren Eltern bekommen“, erklärte Paul Weber vom Vorstand der Bürgerschaft. Der Grafiker hatte die Vorlagen für die Werke der Kinder geliefert und war positiv überrascht, wie kreativ die Nachwuchskünstler damit umgingen.

Neben dem Blücherturm als Wahrzeichen Rellinghausens beschäftigten sich die Kinder auch mit dem Hochhaus am Stadtwaldplatz und mit der Imbissbude Pommes-Minister am Eingang der Rellinghauser Gottfried-Wilhelm-Siedlung. Der Wettbewerb der Bürgerschaft wird im nächsten Jahr mit weiteren Klassen fortgesetzt.

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