Politik

Bürger beklagen volle Container am Kettwiger Schwimmbad

Die Altglas- und Altpapier-Container vor dem Schwimmbad Kettwig sorgen für reichlich Diskussionen. Den Standort aufgeben möchte die Stadt nicht, sonst drohe eine Unterversorgung im Stadtteil.

Die Altglas- und Altpapier-Container vor dem Schwimmbad Kettwig sorgen für reichlich Diskussionen. Den Standort aufgeben möchte die Stadt nicht, sonst drohe eine Unterversorgung im Stadtteil.

Foto: Socrates Tassos / FFS

Essen-Kettwig.  Die Verwaltung will den Standort am Kettwiger Bad behalten. Die Container sollen aber am anderen Ende des Platzes stehen. Das denkt die Politik.

Die Container für Altglas, Altpapier und Altkleidung am Schwimmbad Kettwig sind schon seit längerem Anlass für Diskussionen unter den Anliegern im Teelbruch. Dabei geht es um Beschwerden über immer wieder überquellende Papiercontainer und den Ärger über jene Zeitgenossen, die einfach ihren Müll daneben liegen lassen. Mit einer Verlegung des Standortes hat sich jetzt die Bezirksvertretung IX in der letzten Sitzung ihrer Amtsperiode beschäftigt.

Anlass war das Schreiben des Fachbereichs Entsorgungswirtschaft der Stadtverwaltung. Dieser hatte aufgrund mehrfacher Anfragen aus der Anwohnerschaft geprüft, ob der Standort verlegt werden sollte. Die missbräuchliche Nutzung oder Verschmutzung sei im Allgemeinen kein Grund, dies in Erwägung zu ziehen, so die klare Ansage des Fachbereichs. Eine Verlegung bedeute nämlich vielfach eine Verlagerung des Müllproblems an eine andere Stelle.

Anliegen der Anwohner werden ernst genommen

Dennoch sei der Depotcontainerstandort am Schwimmbad wegen seiner besonderen Bedeutung nun genauer untersucht worden. Mehrmals wöchentlich werden die Container geleert und die Umgebung wird gereinigt, stellt die Stadt fest. Den Standort aufzugeben, habe man nicht vor. Dies würde zu einer erheblichen Unterversorgung im Bereich von Glas- und Altpapierentsorgung im Stadtteil führen.

Deshalb habe man den Alternativstandort, den die Anwohner vorgeschlagen haben, näher betrachtet und – nach Absprache mit den Entsorgungsfirmen – für gut befunden. Die andere Seite des Parkplatzes soll es nun sein, wo Altpapier und Altglas von den Kettwigern entsorgt werden sollen. „Durch die größere Entfernung zur Wohnbebauung wären die negativen Auswirkungen für die Nachbarschaft geringer“, heißt es in der Verwaltungsvorlage.

Stadtteil-Politiker sehen keine wirkliche Verbesserung

Die Argumentation stieß bei den Stadtteilpolitikern allerdings nur auf verhaltene Zustimmung beziehungsweise Ablehnung. Gabriele Kipphardt (CDU) fand nicht, dass die Anwohner nun weniger gestört würden und empfiehlt einen Standort die Straße Im Teelbruch hinauf.

Ihr Fraktionskollege Michael Nellessen kann sich zwar den Parkplatz als Standort weiter vorstellen, jedoch sollten die Container weiter hinten in der Ecke stehen. Auch Holger Ackermann von der Bürgerlich-Liberalen Fraktion ist mit dem von der Verwaltung gewählten Platz nicht zufrieden. Er hat ebenfalls die Hecke im Blick, die den Parkplatz umgibt. Herbert Schermuly (CDU) plädierte für einen Standort außerhalb der Wohnbebauung.

Bezirksbürgermeister Benjamin Brenk (SPD) schlug nach weiteren Diskussionsbeiträgen vor, die Entscheidung zu vertagen. Die Entsorgungsbetriebe sollten prüfen, ob die von der Mehrheit der Bezirkspolitiker befürwortete Verlegung der Altglas- und Papiercontainer vor die Heckeneinfassung des Parkplatzes möglich sei. „Denn die Fahrzeuge der EBE müssen dort auch die Leerung hinbekommen“, so Brenk. Eine endgültige Lösung des Müllproblems steht also weiter aus.

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