Hundekot

Wohnungsgenossenschaft fordert: Hunde weg vom Spielplatz

Klaus und Walburga Adelskamp sind die Spielplatzpaten an der Matthäuskirchstraße. Ihr Wohnungsunternehmen Essen-Nord unterstützt sie im Kampf für mehr Sauberkeit auf der Wiese.

Klaus und Walburga Adelskamp sind die Spielplatzpaten an der Matthäuskirchstraße. Ihr Wohnungsunternehmen Essen-Nord unterstützt sie im Kampf für mehr Sauberkeit auf der Wiese.

Foto: Carsten Klein

Essen-Bochold.  Hunde haben auf Spielplätzen nichts zu suchen. Wohnungsunternehmen unterstützt Spielplatzpaten mit Brief an das Ordnungsamt. Noch keine Reaktion.

So nah können Traum und Alptraum beieinander liegen. Geträumt haben Klaus und Walburga Adelskamp, die Paten des Spielplatzes an der Matthäuskirchstraße in Bochold, von neuen Spielgeräten, neuen Bänken und – besonders – von einer erneuerten Treppe hinauf zu den Wohnhäusern. Dieser Traum wurde in den vergangenen zwölf Monaten erfüllt.

Doch ihr Alptraum geht weiter: Für ihn sorgen Hundebesitzer, die sich um die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner auf dem Spielplatz einen Dreck scheren. Jetzt schaltet sich sogar die Wohnungsgenossenschaft Essen-Nord ein. Vorstandsvorsitzender Juan-Carlos Pulido hat einen energischen Brief ans städtische Ordnungsamt geschrieben.

Seit geraumer Zeit erreichten ihn „eine Vielzahl von Beschwerden der Mieter über Hundehalter, die mit ihrem Vierbeiner teils an- und unangeleint die Spielanlage als Ausgeh- und Gassi-Zielort auserkoren“ hätten, schildert er in seinem Anschreiben. In der Folge komme „es zu einer mittlerweile zunehmenden und unhaltbaren Frequentierung von Hundehaltern auf dem Spielplatzgelände. Die Hundehalter zeigen sich in der Regel uneinsichtig und zum Teil reagieren einige von ihnen ungehalten und aggressiv“. Klaus Adelskamp, der in Sichtweite zum Spielplatz wohnt, ärgert sich auch über Hundehalter aus seiner Nachbarschaft: „Sogar Mieter von Essen-Nord verhalten sich so.“

Kein Unrechtsbewusstsein

An Juan-Carlos Pulido als Vorstandsvorsitzenden würden über die Mietervertreter immer wieder Beschwerden über Müll und Sperrmüll, Hunde und Lärm herangetragen. „Das sind die Klassiker“, lautet seine Einschätzung. Dass er aber einen Brief an eine Stadtverwaltung schickt mit der Aufforderung, die Spielplatzordnung durchzusetzen und den Hundehaltern das Betreten des Spielplatzgeländes zu untersagen, sei nicht alltäglich. „Das ist die Ultima Ratio.“

Ihn verwundert, dass es immer mehr Hundebesitzer geben, „die kein Unrecht darin erkennen, dass ihre Hunde ihre Notdurft auf dem Spielplatz verrichten. Dabei sagt die Spielplatzordnung dazu Nein.“

Andere Hundebesitzer nehmen die Hinterlassenschaften mit

Andererseits weiß er auch, dass „es gar nicht so selten ist, dass die Hinterlassenschaft mitgenommen wird“. Das ändere aber nichts an dem Ärgernis durch die uneinsichtigen Hundehalter.

Sein Schreiben beendet Juan-Carlos Pulido mit der Hoffnung, dass sich das Ordnungsamt „dieser Angelegenheit zeitnah und nachhaltig annehmen“ werde. Doch daraus ist wohl bisher nichts geworden. Spielplatzpate Klaus Adelskamp berichtet enttäuscht: „Man hat vor Ort nicht das Gefühl, dass etwas passiert.“ Der Essen-Nord-Vorstand ist darüber nicht verwundert: „Enttäuscht kann man nur werden, wenn man eine andere Erwartungshaltung hat.“

MIETER SCHÄTZEN DIE GROSSEN GRÜNANLAGEN

  • Die Wohnungsgenossenschaft Essen-Nord eG vermietet in der Matthäuskirchsiedlung in Bochold Mietwohnungen an ihre Mitglieder.
  • Insgesamt verfügt sie an diesem Standort seit Jahrzehnten über 127 Wohnungen.


  • Die Mieter von Essen-Nord schätzten die Wohnlage auch wegen der umfangreichen Grün- und Spielanlagen.

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