Stadtplanung

Stadt sichert Gewerbegebiet auf Carolus-Magnus-Gelände

Bereits im Jahr 2016 nahm die Stadt das im Plangebiet befindliche Gewerbeareal unter die Lupe. Eine Neuordnung ist das Ziel.

Bereits im Jahr 2016 nahm die Stadt das im Plangebiet befindliche Gewerbeareal unter die Lupe. Eine Neuordnung ist das Ziel.

Foto: Ulrich von Born

Essen-Bergeborbeck.   Um die Einzelhandelszentren zu schützen, stellt die Stadt auf „Carolus-Magnus“ in Bergeborbeck einen Bebauungsplan auf. Bürger werden beteiligt.

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Einen neuen Bebauungsplan will die Stadt in Bergeborbeck aufstellen. Die Fläche – das ehemalige Zechengelände Carolus-Magnus – umfasst das Areal zwischen der Heegstraße, der Alten Bottroper Straße, der Carolus-Magnus-Straße und der Köln-Mindener-Eisenbahn.

Das Plangebiet liegt außerhalb der gewachsenen und im Masterplan Einzelhandel festgelegten Versorgungsbereiche (Borbeck, Bocholder Straße und Vogelheimer Straße) und wird derzeit als „nichtintegriert“ eingestuft. Deshalb will die Stadtverwaltung nun das bestehende Planungsrecht ändern. Mit dem Ziel, dort Einzelhandel auszuschließen, um die bestehenden Zentren in der Nachbarschaft des Plangebietes zu schützen. Darüber hinaus dient die Planung der bevorzugten Ansiedlung von Gewerbebetrieben aus dem Segment „Handel, Dienstleistungen und produzierendes Gewerbe“.

Gelände wird neu geordnet

Durch die Pläne der Stadt rückt nun auch das auf der Fläche bestehende Gewerbegebiet wieder mehr in den Fokus. Bereits vor drei Jahren formulierte die Stadt den Wunsch, das Gewerbegebiet im Süden des Areals neu zu ordnen, nachdem sich – wie berichtet – Vertreter aller Behörden und ansässiger Betriebe gemeinsam einen Überblick verschafft hatten. Schon damals wechselten sich kleine, alteingesessene Gewerbetreibende (z.B. Natursteine und Altmetalle) mit Großbetrieben wie Strabag ab, die dort ihre Regionalniederlassung hat. Nicht zuletzt soll das bestehende Gewerbegebiet wegen der im Essener Norden großen Nachfrage nach Gewerbegrundstücken nun planungsrechtlich gesichert werden.

Durch die Neuplanung soll auch die im alten Bebauungsplan enthaltene Festsetzung für eine öffentliche Straße aufgehoben werden. Die einst geplante Straße wurde nie realisiert, weil sie nicht benötigt wurde. Nun soll die Straßenverkehrsfläche den angrenzenden gewerblichen Bauflächen zugeordnet werden, wodurch ein großzügig geschnittenes, zusammenhängendes Gewerbegebiet entsteht. Wettannahmestellen, Sexshops sowie Prostitutionsbetriebe soll es dort jedoch nicht geben.

Information im Gymnasium Borbeck

Vom 14. bis 25. Januar können die Pläne im Gymnasium Borbeck, Prinzenstraße 46, montags bis freitags (9 bis 17 Uhr) eingesehen werden. Am Dienstag, 22. Januar, findet dort in Raum 206 um 19 Uhr eine öffentliche Diskussion statt. Auch im Amt für Stadtplanung und Bauordnung, Lindenallee 10, Deutschlandhaus (Raum 501) liegen die Pläne montags, dienstags und donnerstags (8 bis 16 Uhr), mittwochs (8 bis 15.30 Uhr) und freitags (8 bis 15 Uhr) aus. Mitarbeiter erläutern die Pläne am Montag, 14. Januar (9 bis 12 Uhr) und Mittwoch, 16. Januar (15 bis 18 Uhr).

Stadt stellt Bebauungsplan auch online vor

Wer sich im Internet über die Planung informieren möchte, findet umfassende Informationen ab Beginn der Ausstellung unter der Online-Adresse: www.essen.de/stadtplanung.

Hier können ebenfalls Stellungnahmen abgegeben werden. Alle Bürger sind eingeladen, sich am Planungsprozess zu beteiligen.

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