St. Maria Immaculata

St. Maria Immaculata ist nun ein anerkanntes Kneipp-Zentrum

Mit einem Armbad geht es gut in den tag.

Mit einem Armbad geht es gut in den tag.

Foto: Patrick Kaut

Essen-Borbeck.   Kneippsche Kaltwassertherapien gibt es seit dem 19. Jahrhundert. Sie sind aber keineswegs außer Mode, wie St. Maria Immaculata zeigt.

Wassertreten und kalte Aufgüsse verbindet man unwillkürlich mit Sebastian Kneipp. An dem Namen blieb auch Izabela Gierlata, Leiterin der Pflegeeinrichtung St. Maria Immaculata, hängen, als sie überlegte, was sie den Bewohnern Gutes tun könnte. Eine Kneipp-Anlage für das 2016 neu gebaute Haus der Nikolaus Groß GmbH, das wäre es. Jüngst wurde St. Maria Immaculata als anerkannte Kneipp-Einrichtung zertifiziert. Georg Gal, Geschäftsführer der Nikolaus Groß GmbH, und Izabela Gierlata werten die Auszeichnung als Bestätigung der Arbeit der letzten drei Jahre.

Für das Konzept gab es den Altenpflegepreis 2017

„Vorhandene Fähigkeiten zu erhalten, die verloren gegangenen wiederherzustellen – das ist es, was wir erreichen wollen“, sagt Izabela Gierlata. Deshalb wende das Haus die traditionellen Naturheilverfahren nach Sebastian Kneipp an. Gierlata: „Die Kneippschen Angebote lassen sich ideal in den Pflegealltag integrieren – schließlich gehören nach unserer Auffassung ,Leben’ und ,aktiv sein’ einfach zusammen.“ Für die Idee und das Konzept, die Kneippschen Grundsätze im Alltag einer Pflegeeinrichtung umzusetzen, wurde St. Maria Immaculata bereits vor zwei Jahren mit dem „Altenpflegepreis 2017“ ausgezeichnet.

Sozialdezernent lobt Beharrlichkeit und Konsequenz

Sozialdezernent Peter Renzel lobte: „Die Beharrlichkeit und Konsequenz, mit der die Einrichtung den eingeschlagenen Weg verfolgt, sind bewundernswert! Dadurch ist die Schaffung eines Alleinstellungsmerkmals gelungen, welches das Haus St. Maria Immaculata – als erste nach Kneipp zertifizierte Einrichtung in unserer Stadt – aus der Vielzahl guter Essener Einrichtungen noch ein wenig heraushebt.“

Mit der Übergabe des Zertifikats durch Josi Marten, stellvertretende Vorsitzende des Kneipp-Verbandes NRW, ist das Werk aber nicht beendet: „Im Sommer werden wir unseren ,Kneipp-Erlebnis-Garten’ mit einem großen Fest eröffnen“, kündigte Izabela Gierlata an. Noch wird an der Fertigstellung gearbeitet. Bis zum Sommer ist noch einiges im Garten zu tun.

Ein Tritt- und zwei Armbadbecken

Über den Kneipp-Garten:
– Ein Tritt- und zwei Armbadbecken werden im Hausgarten angelegt.
– Von der Terrasse des Sozialen Dienstes wird der Garten hinter der Einrichtung über einen neuen, gepflasterten Weg erschlossen, so dass der Zugang einfacher wird.
– Es werden drei Bewegungsstationen im Garten eingerichtet, um die Bewegung an der frischen Luft zu fördern.
– Zudem werden Obstbäume und Büsche eingepflanzt und eine Wildkräuterwiese ausgesät.
– In einer Sonderaktion wird mit den Bewohnenden und Angehörigen ein Duft- und Farbenweg sowie weitere Sitzgelegenheiten (Bänke) im gesamten Garten geschaffen.

40.420 EURO VON DER GLÜCKSSPIRALE

  • Der Kneipp-Erlebnis-Garten wurde mit 40.420 Euro aus der Lotterie Glückspirale gefördert.
  • Nicht nur den Bewohnern und deren Angehörigen, sondern allen Menschen im Stadtteil wird der Kneipp-Erlebnis-Garten zur Verfügung stehen.
  • Eine Glocke des ehemaligen St. Thomas-Hauses in Vogelheim wird im hinteren Teil des Gartens integriert.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben