St. Antonius Abbas

Lichtspektakel in der Schönebecker Kirche St. Antonius Abbas

„Ecclesia Lumina“ – Kichenleuchten – nennt Martin Lenze seine Illumination, die er vor Weihnachten bereits in der Kirche St. Antonius-Abbas erprobt hatte.

„Ecclesia Lumina“ – Kichenleuchten – nennt Martin Lenze seine Illumination, die er vor Weihnachten bereits in der Kirche St. Antonius-Abbas erprobt hatte.

Foto: Gemeinde

Essen-Schönebeck.   Ein besonders Lichtspektakel, unterlegt mit Musik und Wortbeiträgen, verspricht der Schönebecker Martin Lenze in der Kirche St. Antonius Abbas.

Ein besonderes Lichtspektakel in der St. Antonius-Abbas-Kirche verspricht die Gemeinde am Samstag, 19. Januar. „Ecclesia Lumina“, zu deutsch „Kirchenleuchten“, nennt der Schönebecker Martin Lenze (52) seine seltene Kunstform. Er plant zwischen 18 und 21 Uhr vier etwa 30-minütige Aufführungen in dem katholischen Gotteshaus.

Veranstalter ist der Sachausschuss St. Antonius Abbas, Arbeitsgruppe Kommunikation. Er ist einer von ursprünglich sechs Ausschüssen, die sich seit vergangenem Jahr um den Erhalt der vom Abriss bedrohten Kirche bemühen.

Werbung mit Postkarten und Plakaten

Um auf das Lichtspektakel, das nach ihren Angaben im Bistum bisher einmalig ist, aufmerksam zu machen, haben sich die Schönebecker mächtig ins Zeug gelegt. „Wir haben 10.000 Postkarten gedruckt, eine zweite Auflage mit 5000 Karten folgt, und wir haben Plakate aufgehängt“, berichtet Martin Lenze. Es ist nicht ausgeschlossen, dass die 800 zur Verfügung stehenden Plätze schnell ausgebucht sind. Eintritt wird nicht erhoben.

Der verheiratete Vater dreier Söhne ist ebenfalls Ausschussmitglied, kümmert sich aber mehr um „Events“. Denn die sind dem Ingenieur, der beruflich Gasturbinen entwickelt, in den letzten Jahren zu einem Hobby, sogar zu einem Nebenerwerb geworden.

Zunächst vier Scheinwerfer ausgeliehen

Aber dass er einmal zu einer „Ecclesia Lumina“ einlädt, hat Martin Lenze vor sieben Jahren selbst nicht gedacht. Damals missfiel es ihm lediglich, dass der Schönebecker Gospelchor vor dem Altar im Dunkeln stand, während der Hintergrund mit dem Pastor hell angestrahlt war. Doch dann die Erleuchtung: „Ein Chor muss gesehen werden und die Sänger müssen die Noten lesen können!“ Außerdem wollte er selbst das Konzert „mit den Augen miterleben“. Deshalb lieh er sich zunächst einmal vier Scheinwerfer aus und stellte die Sänger ins rechte Licht.

Schon zweimal den Essener Dom ausgeleuchtet

Die Resonanz war so gut und die Mundpropaganda funktionierte. Inzwischen hat Martin Lenze schon zweimal den Essener Dom ausgeleuchtet, der Nikolausmarkt in Schönebeck oder das Nachtschwimmen im Freibad Hesse tragen auch seine farbige Handschrift. Zu seinem Fundus gehören inzwischen 100 Strahler.

Für die Ecclesia Lumina versprechen Martin Lenze und sein Organisationsteam von St. Antonius Abbas ein „Lichtspektakel“, das die Sinne anregt und zur Rückbesinnung auf das Wesentliche beiträgt. Sie versprechen Momente der Ruhe und Besinnung in dieser kurzlebigen Zeit, gerade recht zum Start in das noch junge Jahr.

>>> Pro Veranstaltung gibt es 200 Plätze – Eintritt frei

Eingeladen sind neben den Schönebecker Bürgern alle Mitglieder der Pfarrei St. Josef und der angrenzenden Gemeinden sowie alle an Lichtkunst im religiösen Raum Interessierten.

Der Eintritt ist frei, die Besucherzahl ist pro Veranstaltung auf 200 Personen begrenzt.

Im Gemeindeheim, Kiek Ut 6, werden ab 11 Uhr Reservierungskarten ausgegeben. Eventuell anfallende Wartezeiten können im Gemeindesaal überbrückt werden.

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