Stadtentwicklung

Leerstehendes Gartencenter soll 25 Wohnhäusern weichen

Auf dem Grundstück des ehemaligen Gartencenters an der Oberhauser Straße in Frintrop soll ein neues Wohngebiet entstehen.

Auf dem Grundstück des ehemaligen Gartencenters an der Oberhauser Straße in Frintrop soll ein neues Wohngebiet entstehen.

Foto: Hans Blossey

Essen-Frintrop.   An der Oberhauser Straße steht seit fünf Jahren ein Gartencenter leer. Nun plant ein Bauträger dort zehn Doppelhäuser sowie eine Hausgruppe.

Anstelle des Gartencenters an der Oberhauser Straße in Frintrop soll ein neues Wohngebiet entstehen. Ein Bauträger aus Dinslaken plant dort zehn Doppelhäuser sowie eine Hausgruppe mit fünf Hauseinheiten. Darüber berät die Bezirksvertretung IV Borbeck am Dienstag, 9. April, 17 Uhr, im Schloss Borbeck.

Auf dem knapp 9000 Quadratmeter großen Grundstück direkt an der Stadtgrenze zu Oberhausen und neben einem Landschaftsschutzgebiet steht noch das ehemalige Gartencenter „Drei-Städte-Eck“, das seit etwa fünf Jahren geschlossen ist. Im Jahr 2017 lehnte die Politik einhellig den Antrag zur Errichtung eines Seniorenheims an dieser Stelle ab. Nun teilt die swf-Projektbau GmbH aus Dinslakender Stadt mit, dass sie das Grundstück erworben hat und den Vorhabenbezogenen Bebauungsplan durchführen möchte.

Die Firma errichtet im gesamten westlichen Ruhrgebiet Wohnhäuser, zum Beispiel auch in Essen-Heidhausen an der Grünen Harfe. Sie kündigt nun die Absicht an, ein Wohngebiet mit etwa zehn Doppelhäusern sowie einer Hausgruppe mit fünf Hauseinheiten an der Oberhauser Straße zu errichten.

Doppelhäuser mit nicht voll ausgebautem Dachgeschoss

Die Doppelhäuser sollen zwei Vollgeschosse plus kleinem Dachgeschoss, die Hausgruppe ein Erdgeschoss und ein großes Dachgeschoss haben. Erschlossen wird das Wohngebiet über eine Stichstraße auf der heutigen Zufahrt zum Gartencenter. Die Wendeanlage am Ende soll die Mitte des Wohngebiets markieren.

Die Stellplätze für die Bewohner werden auf den jeweiligen Grundstücken angelegt. Innerhalb der geplanten Verkehrsfläche werden, so die aktuelle Planung, acht Parkplätze für Besucher untergebracht. Für die Hausgruppe ist eine Garagenanlage hinter den fünf Häusern geplant.

Geringere Versiegelung verbessert ökologische Situation

Durch die Bebauung mit den 25 Häusern verbessere sich die ökologische Situation am Rande des Hexbachtals. Die Stadtplaner gehen davon aus, dass weniger Fläche als bisher versiegelt werde. Neben den Gärten sei dafür auch eine noch zu schaffende Freifläche im Übergangsbereich zum Regionalen Grünzug am naturnah umgebauten Läppkes Mühlenbach verantwortlich. Weil das Grundstück direkt an die Stadtgrenze Oberhausen reicht, muss mit der Nachbarstadt noch über die Ver- und Entsorgung verhandelt werden. Derzeit fließt das Schmutzwasser in den verrohrten Läppkes Mühlenbach. Ob das auch in Zukunft möglich ist, müsse noch mit der Emschergenossenschaft besprochen werden.

Nach der Anhörung der Bezirksvertretung entscheidet der Ausschuss für Stadtentwicklung und Stadtplanung am 2. Mai über den Vorhabenbezogenen Bebauungsplan. Vor zwei Jahren waren sich beide Gremien einig, dass auf dem Grundstück Wohnraum geschaffen werden soll.

MIT EINER BAUMSCHULE FING 1972 ALLES AN

  • Seit 1972 wurde auf dem Grundstück eine Baumschule betrieben. Sie entsprach den Festsetzungen im Bebauungsplan, der hier Landwirtschaft oder Forstwirtschaft vorsah.
  • 1987 wurde das Grundstück der Baumschule geteilt, berichtet die Stadtverwaltung. Aus der 1,5 Hektar großen Baumschule wurde ein normales Gartencenter mit 0,9 Hektar Größe.

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