Papst Leo Haus

Grundstein für den 14-Millionen-Neubau ist gelegt

Die Zeitkapsel des Neubaus des  Papst Leo Haus wird bestückt, v.l. Eva-Maria Rexhausen (Leiterin des Hauses), Stadtdechant Jürgen Cleve, Pfarrer Wolfgang Haberla, Heinrich Hüskes (Aufsichtsratsvorsitzender Nikolaus Groß GmbH), Oberbürgermeister Thomas Kufen und Georg Gal (Geschäftsführer Nikolaus Groß GmbH).

Foto: Thomas Gödde

Die Zeitkapsel des Neubaus des Papst Leo Haus wird bestückt, v.l. Eva-Maria Rexhausen (Leiterin des Hauses), Stadtdechant Jürgen Cleve, Pfarrer Wolfgang Haberla, Heinrich Hüskes (Aufsichtsratsvorsitzender Nikolaus Groß GmbH), Oberbürgermeister Thomas Kufen und Georg Gal (Geschäftsführer Nikolaus Groß GmbH). Foto: Thomas Gödde

Essen-Dellwig.   Die Nikolaus Groß GmbH baut für 14 Millionen Euro ein neues Papst Leo Haus mit unter anderen 86 vollstationären Plätzen für alte Menschen.

„Glückauf, Glückauf“ intonierte Günter Eggert auf seiner Taschentrompete. So begrüßte der langjährige Leiter des Schönebecker Jugendblasorchesters, der stramm auf die 90 zugeht, Thomas Kufen auf der Baustelle des neuen Papst Leo Hauses. Der Oberbürgermeister hatte sich zur Grundsteinlegung ein wenig verspätet, weil auf der Frintroper Straße kaum ein Durchkommen gewesen sei.

Investition von 14 Millionen Euro

Georg Gal, Geschäftsführer des Bauherrn und Betreibers, der Nikolaus Groß GmbH, stellte den Gästen das 14-Millionen-Euro-Projekt noch einmal vor. Nachdem wegen gesetzlicher Vorschriften die ursprünglichen Pläne geändert werden mussten, werden jetzt 86 vollstationäre Plätze entstehen. Hinzu kommen 24 Plätze in zwei Wohngruppen und 14 Wohnungen. Besonders auf die beiden 12er-Wohngemeinschaften lenkte Georg Gal die Aufmerksamkeit. Eine sei dementiell erkrankten Menschen vorbehalten.

Großküche bereitet über 1000 Speisen pro Tag zu

Die zweite, und das sei etwas Außergewöhnliches, sei für Menschen, die intensiv gepflegt werden müssten. „Das sind Menschen, die medizinisch austherapiert sind und zum Beispiel beatmet werden müssen“, erklärt der Geschäftsführer. Zum neuen Papst Leo Haus wird auch eine Großküche gehören. „Die Großküche wird täglich über 1000 Speisen zubereiten. Zum einen für unsere anderen Häuser, aber auch für Häuser, mit denen wir kooperieren“, sagt Georg Gal.

Neubau der kurzen Wege

Der Neubau – so Gal – sei sehr kompakt. Das habe den Vorteil von kurzen Wegen. Bei den veranschlagten 14 Millionen Euro läge man gut im Budget. Die Nikolaus Groß GmbH betrachtet das neue Alten- und Pflegeheim auch als einen Beitrag zum gesellschaftlichen Leben im Quartier. Das Haus soll ein Ort der Begegnung im Stadtteil werden, auch wenn es geografisch gesehen am Rande liegt. Diesen Aspekt hob auch Oberbürgermeister Thomas Kufen in seiner Begrüßung hervor. Das Haus werde sich für Menschen öffnen. Das sei wichtig. „Natürlich ist Ruhe und Pflege für die Bewohner wichtig, doch die alten Menschen wollen auch, so weit es geht, noch teilhaben“, erklärte Thomas Kufen.

Einweihungsfeier ist für Dezember 2018 geplant

Als Beispiel führte er das Albert Schmidt Haus in Vogelheim an, auch eine Einrichtung der Nikolaus Groß GmbH. Die Bewohner dort hätten einen sehr schönen Garten hinter dem Haus, in dem sie in Ruhe die Sonne genießen könnten. Und was machten sie? Sie setzten sich vor das Gebäude an die Straße, weil sie dort das Geschehen verfolgen könnten. „Alte Menschen wollen nicht in den Garten geschoben werden“, so der Oberbürgermeister.

Im Oktober 2018 soll der Neubau des Papst Leo Hauses fertig sein. „Die Einweihungsfeier planen wir für Dezember kommenden Jahres“, so Georg Gal.

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