Ehrenamt

Frintroper Bürgerbus fehlen Sponsoren

Arno Hartmann ist einer der beiden Fahrer des Frintroper Bürgerbusses. Für ihn ist es selbstverständlich, seinen Fahrgästen beim Ein- und Aussteigen zu helfen oder sie zur Haustür zu begleiten.

Arno Hartmann ist einer der beiden Fahrer des Frintroper Bürgerbusses. Für ihn ist es selbstverständlich, seinen Fahrgästen beim Ein- und Aussteigen zu helfen oder sie zur Haustür zu begleiten.

Foto: Klaus Micke

Frintrop.   Dem ehrenamtlichen und kostenlosen Transport-Projekt, das seit 14 Jahren mittwochs zwischen Unter- und Oberfrintrop pendelt, droht das Aus.

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Seit nunmehr 14 Jahren pendelt ein kleiner Bürgerbus jeden Mittwochvormittag von Unterfrintrop nach Oberfrintrop und zurück. Doch damit könnte bald Schluss ein: Denn dem vom Frintroper Geschäftsmann Peter Lotz ins Leben gerufenen ehrenamtlichen Projekt droht das Aus. Der Grund: Es fehlen Sponsoren.

Bürgerbusse sind wichtig. In Zeiten, in denen wir immer älter werden, uns vielleicht nicht mehr so leicht mit dem Auto oder im öffentlichen Nahverkehr bewegen können, oder weitab von der nächsten Haltestelle wohnen, füllen sie eine große Lücke. Nicht jeder Senior lebt zentral oder hat seine Kinder in unmittelbarer Nähe. Und nicht jeder ältere Mensch hat das Geld, um mal eben mit dem Taxi zum Arzt oder zum Einkauf zu fahren.

Netto in Unterfrintrop schließt

Das trifft auch auf viele ältere Frintroper zu. Besonders die Unterfrintroper haben Schwierigkeiten, die Dinge des alltäglichen Bedarfs in ihrer unmittelbaren Umgebung zu bekommen. Und es wird demnächst noch schlimmer: „Mit Netto schließt bald der letzte Lebensmittelladen in Unterfrintrop. Dadurch wird sich die Situation für ältere, nicht mehr so mobile Menschen noch verschärfen“, sagt Peter Lotz.

Der ist nicht nur Urfrintroper, sondern auch Lokalpolitiker und sitzt für die SPD im Stadtrat. Sein Bedürfnis, sich für die Menschen in seinem Stadtteil zu engagieren, kommt also nicht von ungefähr. „Ich möchte meinem Stadtteil etwas zurückgeben“, formuliert er seine Motivation.

40 bis 60 Bürger nutzen den Bus

Und so pendelt der neunsitzige Bus jeden Mittwoch von 10 bis 12 Uhr zwischen den beiden Frintroper Teilen hin und her. „In der Regel nutzen 40 bis 60 Leute dieses kostenlose Angebot“, so Lotz. Der Bürgerbus hält an drei Stellen und sammelt die Fahrgäste ein. Die wollen meist zum Markt an die Kirche, zur Apotheke, zum Arzt und seit kurzem zum neuen Frintroper Einkaufszentrum. „Theoretisch könnte so ein Bürgerbus noch häufiger als einmal in der Woche fahren“, so die Erfahrungen von Lotz.

Zwei feste Fahrer steuern nicht nur den Bus, sie helfen selbstverständlich beim Ein- und Aussteigen, verstauen Einkäufe und Rollatoren und begleiten ihre Fahrgäste auch mal bis zur Wohnungstür. Das möchten sie auch weiterhin tun. Jeden Mittwoch von 10 bis 12 Uhr.

Jeder Cent hilft

Wer das Projekt Bürgerbus unterstützen möchte, kann sich im Reisebüro von Peter Lotz an der Frintroper Straße 430 melden. Kontakt: Tel.:60 88 64.

Jede Summe ist willkommen, natürlich auch kleine Spenden. Aber auch Sponsoren, die das Projekt etwa für längere Zeit unterstützen möchten.

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